16. April 2026 — Heute in der Geschichte

Was geschah an diesem Tag in der Geschichte?

Themen: Land:

2063 Einträge gefunden

0013 Kaiser Augustus aus dem Römischen Reich stellt sein Testament fertig und ergänzt dieses um den Rechenschaftsbericht "Res gestae divi Augusti", der auf Inschriften angebracht werden soll.
0037 Durch ein Erdbeben wird Antiochia am Orontes in Trümmer gelegt.
0043 v. Chr. Während der Belagerung von Mutina im Römischen Bürgerkrieg, der sich nach Julius Caesars Ermordung ereignete, gelang es Marcus Antonius, das Entsatzheer unter dem Konsul Gaius Vibius Pansa Caetronianus abzufangen. In der Schlacht von Forum Gallorum zufügte er diesem Heer erhebliche Verluste zu. Der Konsul erlitt dabei so gravierende Wunden, dass er kurz darauf verstarb. Allerdings wurde Antonius' Truppenkontingent, nachdem es zunächst als siegreich erschien, durch die Streitkräfte des zweiten Konsuls Aulus Hirtius überraschend angegriffen und besiegt.
0043 v. Chr. Bei der Auseinandersetzung um Mutina gelang es der von den Konsuln Aulus Hirtius und Octavian angeführten Senatsfraktion, die Truppen des Marcus Antonius zu schlagen, der Caesar unterstützt hatte. Durch diesen militärischen Sieg wurde die Blockade der Stadt Modena aufgelöst. Im Verlauf der Schlacht kam Hirtius ums Leben. Kurz darauf ließ sich Octavian zum Konsul wählen und vollzog anschließend einen Seitenwechsel in den römischen Bürgerkrieg.
0065 Mit der Enthüllung des gegen Kaiser Nero gerichteten Komplotts der Pisonen begeht Gaius Calpurnius Piso Suizid. Daraufhin werden Seneca, Marcus Annaeus Lucanus und Titus Petronius unter anderem als vermeintliche Komplizen zum Freitod genötigt.
0069 Im Rahmen der ersten Schlacht von Bedriacum gelang es Vitellius, seinen Konkurrenten Otho zu besiegen und dadurch als dritter Herrscher während des Vierkaiserjahres die Herrschaft über das Römische Reich zu ergreifen.
0069 Nach seinem Sieg in der ersten Schlacht von Bedriacum und dem Freitod des Otho erlangte Vitellius in Rom die Anerkennung als Kaiser.
0073 Im Jahr 74 n. Chr. gelingt es der römischen Legio X Fretensis unter dem Kommando von Lucius Flavius Silva Nonius Bassus, die auf dem Felsenplateau Masada gelegene jüdische Festung zu erobern. Die Festung wird von etwa 973 Zeloten unter der Anführung von Eleasar ben Ja'ir verteidigt. Nach einer zwölf Monate andauernden Belagerungsoperation findet der Jüdische Krieg sein Ende. Den überlieferten Berichten zufolge wählen fast alle Bewohner und Kämpfer vor der unmittelbar bevorstehenden Niederlage den Freitod; nur zwei Frauen sowie fünf Kinder überleben und werden von den Römern aufgefunden.
0136 v. Chr. Eine totale Sonnenfinsternis fand über Babylon statt. Aufgrund der präzisen Dokumentation dieses Ereignisses konnten Astronomen die seither aufgetretene Verzögerung der Erdrotation ermitteln.
0193 Die in Pannonien stationierten Legionen erheben Septimius Severus zum Rivalen des herrschenden Kaisers Didius Julianus. Mit dieser Wahl wird er der dritte Herrscher während des zweiten Vierkaiserjahres im Römischen Reich.
0217 Während eines Kriegszuges gegen das Partherreich fällt der römische Kaiser Caracalla durch ein Attentat des Prätorianers Iulius Martialis. Der Prätorianerpräfekt Macrinus, welcher hinter der Ermordung steht, wird kurz darauf als sein Nachfolger eingesetzt.
0217 Drei Tage nach der Ermordung des römischen Kaisers Caracalla wird in Mesopotamien von den Soldaten Macrinus als dessen Nachfolger bestimmt. Dies geschieht, nachdem Marcus Oclatinius Adventus, der vom Militär favorisiert worden war, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters auf die Annahme der Kaiserkrone verzichtet. Mit Macrinus tritt erstmals ein Mann an die Macht, der nicht dem Senatorenstand entstammte.
0224 König Artabanos IV. der Parther unterliegt in einem Gefecht seinem Untertan Ardaschir. Dieser Sieg markiert das Ende der arsakidischen Herrschaft in Persien und führt zur Gründung des Sassanidenreiches.
0238 Gordian II. wirkte vom 19. März bis zum 9. April als Mitherrscher an der Seite seines Vaters Gordian I., eines römischen Kaisers in Opposition zur Zentralgewalt. Bei der Auseinandersetzung mit Capelianus, dem treuen Gefolgsmann des Kaisers Maximinus Thrax, kommt Gordian II. ums Leben. Sein Vater endet noch am gleichen Tag durch Freitod.
0309 Eusebius übernahm das Amt des römischen Bischofs von seinem Vorgänger Marcellus I.
0311 Das von Kaiser Galerius in Nikomedia erlassene Toleranzedikt markiert das Ende der unter Diokletian durchgeführten Verfolgung von Christen.
0313 Nach seinem Triumph über seinen Mitherrscher Maximinus Daia in der Schlacht bei Herakleia Pontike erlangte Licinius die uneingeschränkte Herrschaft über den östlichen Teil des Römischen Reiches.
0360 v. Chr. Eine Mondfinsternis, die sich in der Nacht vom 16. auf den 17. April ereignete, ist in zahlreichen babylonischen Keilschrifttexten überliefert. Dieses Himmelsereignis besitzt großes Gewicht für die zeitliche Einordnung von Herrschern im persischen und ägyptischen Raum.
0395 Etwa drei Monate nach der Reichsteilung des Jahres 395 geht der oströmische Kaiser Arcadius eine Ehe mit Aelia Eudoxia ein, der Tochter des Bauto. Diese schnelle Verheiratung könnte auf Initiative des Kämmerers Eutropios zurückgehen, der damit beabsichtigte, die Macht des Feldherrn Rufinus zu schwächen. Rufinus fungierte als Vormund des noch jungen Kaisers und hatte vor, seine eigene Tochter mit Arcadius zu vermählen.
0402 Unter der Führung Stilichos gelang es den Römern, die Westgoten unter Alarichs Befehl in der Schlacht bei Pollentia zu besiegen. Allerdings verzichtete Stilicho darauf, den besiegten Gegner zu verfolgen, wodurch sich die Westgoten in der Folge neu formieren konnten.
0451 Nachdem die Hunnen unter Attila den Rhein überwunden hatten und in das Weströmische Reich eindrangen, das bis dahin ein Verbündeter gewesen war, gelang es ihnen, Metz zu erobern und zu verwüsten.
0457 Nachdem Flavius Iulius Valerius Maiorianus eine erfolgreiche Erhebung gegen Kaiser Avitus durchgeführt hatte, übernahm er die Herrschaft über das Weströmische Reich. Der Feldherr Ricimer, der diese Rebellion unterstützt hatte, behielt seine Position als einflussreichste Kraft hinter den Kulissen des Reiches.
0467 Der einflussreiche Feldherr Ricimer schlägt vor, Anthemius mit Hilfe des oströmischen Herrschers Leo I. an die Spitze des Weströmischen Reichs zu bringen und ihn zum Kaiser zu erheben.
0491 Mit dem Ableben Zenons wird auf Betreiben seiner Gattin Ariadne der byzantinische Herrscher Anastasios I. in Konstantinopel zum Kaiser proklamiert. Kurz darauf erhebt sich Flavius Longinus, der von Zenon übergangene Bruder, selbst zum rivalisierenden Kaiser auf.
0527 Kaiser Justin I. aus dem Byzantinischen Reich bestimmte seinen Verwandten Justinian I. zu seinem Mitregenten und designierten Nachfolger auf dem Thron.
0531 In der Schlacht von Callinicum musste sich der byzantinische Kommandant Belisar einer Streitmacht des persischen Sassanidenreiches geschlagen geben.
0556 Im Jahr 556 übernahm Pelagius I. das Amt des Bischofs von Rom. Es gab Vorwürfe, die ihn mit dem Tode seines Vorgängers Vigilius in Verbindung brachten, welche er jedoch unter Eid abstritt. Die Auseinandersetzungen um die Drei Kapitel führten daraufhin zu einer kirchlichen Spaltung.
0568 König Alboin führte die Langobarden, die ihr Siedlungsgebiet in Pannonien verließen, zusammen mit mehreren germanischen Völkerschaften wie den Gepiden, Sachsen, Thüringern und Sueben in Norditalien ein. Während der darauffolgenden Monate gelang es ihnen, große Gebiete der Apenninhalbinsel zu unterwerfen und dort einen eigenen Staat zu gründen. Lediglich einige Regionen, darunter das Exarchat von Ravenna, blieben in den Händen des Oströmischen Reiches, das die vormals römische Provinz erst kurz zuvor den Ostgoten entrissen hatte. Die langobardische Eroberung wird als die abschließende Wanderungsbewegung der späten Antike betrachtet und stellt einen möglichen Wendepunkt dar, an dem die Antike endet und das Frühmittelalter in dieser Region beginnt.
0642 Der westgotische Adel beseitigte König Tulga von der Macht und setzte den 80 Jahre alten Chindaswinth an seine Stelle.
0642 Im Toledanischen Reich übernahm Chindaswinth die offizielle königliche Herrschaft über die Westgoten, nachdem er bereits seit wenigen Tagen nach dem Sturz von Tulga de facto die Macht ausübte.
0666 v. Chr. Auf einer Keilschrifttafel aus Babylon wurde die geschichtlich wichtige Mondfinsternis vom 10./11. April dokumentiert.
0672 Im Jahr 676 folgte Adeodatus II. auf Papst Vitalian, der zu Beginn desselben Jahres sein Leben beendete, und übernahm das Papstamt.
0680 Nach dem Ableben von Muʿāwiya I. übernahm Yazid I. die Position des zweiten umayyadischen Kalifen. Allerdings stieß seine Herrschaft in vielen Gebieten des Reiches auf Widerstand, da zahlreiche Bevölkerungsgruppen die Weitergabe der Kalifatswürde an seinen Sohn ablehnten und ihn daher nicht als legitimen Machthaber anerkannten.
0711 Der arabische Feldherr Tāriq ibn Ziyād überquert im Auftrag des Statthalters von Ifrīqiya, Mūsā ibn Nusair, die Meerenge nach Gibraltar (Dschabal Ṭāriq) und errichtet dort die Provinz Al-Andalus. Mit diesem Ereignis nimmt die islamische Ausbreitung auf der Iberischen Halbinsel ihren Anfang.
0753 v. Chr. Der Überlieferung der Origo gentis Romanae zufolge errichtete Romulus an der Stelle der Sieben Hügel die Siedlung Rom und markierte damit den Anfang der legendären Epoche der Römischen Könige.
0754 In der Königspfalz Quierzy gewährte der fränkische König Pippin der Jüngere Papst Stephan II. seine Zusicherung, ihn militärisch gegen die unter Aistulf herrschenden Langobarden zu unterstützen. Durch die Zusage des Exarchats von Ravenna und die daraus resultierende Pippinsche Schenkung schuf er die grundlegende territoriale Basis des späteren Kirchenstaates und damit die weltliche Herrschaft des Papstes. Als Gegenleistung würdigte der Papst Pippin den Jüngeren als legitimen Nachfolger des römischen Kaisertums an.
0799 Papst Leo III. wurde während einer Prozession von einer Gruppe römischer Adliger angegriffen und in Gefangenschaft genommen. Der Grund für diesen Überfall war der Vorwurf angeblicher außerehelicher sexueller Beziehungen. Kurze Zeit später gelang dem Papst die Flucht. Er begab sich nach Paderborn, wo er unter den Schutz Karls des Großen kam.
0847 Im Anschluss an den Tod von Papst Sergius II. im Januar erfolgte die Wahl von Leo IV. zu dessen Nachfolger als Oberhaupt der Kirche.
0858 Kurz nach seiner Wahl wird Nikolaus I. in sein Amt als Papst eingeführt. Als enger Ratgeber seines Vorgängers Benedikt III., der im März starb, folgt er diesem nun nach.
0879 Mit dem Ableben des westfränkischen Herrschers Ludwig II. folgen seine beiden Söhne Ludwig III. und Karlmann gemeinsam auf den Thron nach. Eine Gruppe von Adeligen unter der Führung von Hugo Abbas unterstützt die beiden Söhne dabei und setzt sich dafür ein, dass das Reich nicht aufgeteilt wird.
0882 Bei Remich, das sich in dem heutigen Gebiet von Luxemburg befindet, gelang es Wikingern während eines Plünderungszuges, ein fränkisches Militäraufgebot zu besiegen, das von Bischof Wala von Metz angeführt wurde.
0901 Infolge eines Ungarnüberfalls erlitt eine sich auf dem Rückzug befindende Streitmacht durch bayerische Ritter am Fischa-Fluss, einem Nebengewässer der Donau östlich von Wien, eine Niederlage.
0967 Der Banteay Srei, ein Tempel von außergewöhnlicher künstlerischer Raffinesse in der Angkor-Region, wurde als Heiligtum des Gottes Shiva geweiht.
0972 Kaiser Otto II. des Römisch-Deutschen Reiches geht in Rom die Ehe mit der ungefähr 17 Jahre alten byzantinischen Prinzessin Theophanu ein. Im unmittelbaren Anschluss an die Vermählung nimmt Papst Johannes XIII. ihre Krönung zur Kaiserin vor. Diese Verbindung stellt politisch eine Bestätigung des Ottonischen Kaisertums durch das Byzantinische Reich dar.
0999 Mit dem Ableben von Gregor V. gelangt Gerbert von Aurillac zur Papstwürde und wird damit der erste französische Papst. Er wählt für sein Pontifikat den Namen Silvester II.
1014 Bei der Schlacht von Clontarf erringt die Streitmacht des irischen Hochkönigs Brian Boru einen Sieg gegen die nordischen Kämpfer aus Dublin und von der Isle of Man sowie gegen ihre irischen Verbündeten unter Mael Mordha. In diesem Kampf verlieren beide Oberbefehlshaber ihr Leben. Obwohl die Überlieferung von einer „Vertreibung der Wikinger aus Irland" spricht, führt dieser Triumph nicht zu deren Ausweisung. Gleichwohl wird die politische Herrschaft der Skandinavier auf der Insel durch diesen Sieg endgültig zerschlagen.
1028 Der aus dem Geschlecht der Salier stammende zehnjährige Heinrich III. wird in Aachen durch Erzbischof Pilgrim von Köln zum römisch-deutschen König gekrönt, nachdem sein Vater Konrad II. dies gefordert hatte.
1042 Im Jahr 1042 unternahm der byzantinische Kaiser Michael V. den Versuch, seine Adoptivmutter Zoe in ein Kloster zu verbringen. Diese Aktion löste unter der Bevölkerung Konstantinopels einen massiven Aufruhr aus, der letztendlich zum Sturz des Herrschers führte.
1043 Im Münster von Winchester findet die Krönung des bereits seit dem vorherigen Jahr herrschenden angelsächsischen Königs Eduard des Bekenners aus dem Haus Wessex zum König von England statt.
1055 Gebhard, der Bischof von Eichstätt, wird in Rom als Papst Viktor II. inthronisiert. Im Vorjahr war er auf Initiative von Kaiser Heinrich III. zum Papst gewählt worden.
1058 Gemäß der Aufzeichnungen des irischen Historikers Marianus Scotus übernahm Malcolm III. die schottische Krone nach dem Ableben von Macbeth.
1059 Mit der Päpstlichen Bulle In nomine Domini erließ Papst Nikolaus II. ein Dekret zur Papstwahl, welches die Wahl des katholischen Kirchenoberhaupts allein den Kardinalbischöfen zusprach. Durch den Ausschluss weltlicher Gewalten von diesem Wahlprozess sollte insbesondere der Simonie Einhalt geboten werden.
1071 Nach drei Jahren andauernder Belagerung kapitulieren die hungernden Einwohner Baris gegenüber den normannischen Truppen Roberts des Lisardis. Mit der Eroberung dieser Stadt verliert das Byzantinische Reich seine letzten Besitzungen auf der italienischen Halbinsel südlich.
1073 Die Beerdigung von Papst Alexander II. führt zu chaotischen Zuständen in Rom, da unklar ist, wer sein Nachfolger sein wird. Diese Wirren resultieren darin, dass Hildebrand aus dem Geschlecht der Aldobrandeschi von Volk und Klerus zum Papst ausgerufen wird. Hildebrand nimmt daraufhin den Namen Gregor VII. an und initiiert zwei Jahre später mit dem Dictatus Papae den Investiturstreit.
1079 Aufgrund einer Zurechtweisung wegen Untreue tötete der polnische Herzog Bolesław II. den Erzbischof von Krakau, Stanislaus, durch Gewaltanwendung. Dieses Ereignis löste nachfolgend einen Aufstand in der Bevölkerung aus.
1081 Nachdem Alexios I. Komnenos in seiner Rolle als Feldherr Nikephoros III. vom Thron gestoßen hatte, führte Patriarch Kosmas I. die Kaiserkrönung durch und erhob ihn damit zum Herrscher des Byzantinischen Reichs.
1091 Die Petschenegen, die in das Byzantinische Reich eingedrungen waren, erlitten in der Schlacht von Levounion eine Niederlage und wurden zurückgedrängt.
1105 Im Zuge ihrer Bemühungen, ehemals kontrollierte Gebiete zurückzugewinnen, gelang es den Kreuzfahrern des Fürstentums Antiochia in der Schlacht von Artah, eine muslimische Streitmacht zu besiegen.
1111 Kaiser Heinrich V. nimmt Papst Paschalis II. und viele weitere hochrangige Kirchenvertreter als Geiseln, um die Unterzeichnung des Vertrags von Ponte Mammolo zu erzwingen. Durch diesen Vertrag erhält er das Recht auf uneingeschränkte Investitur und wird am 13. April zum Kaiser gekrönt. Durch diese Maßnahmen gelingt es ihm, den Investiturstreit vorerst zugunsten der kaiserlichen Autorität beizulegen.
1111 Papst Paschalis II., der sich in Gefangenschaft befand, nahm die Krönung Heinrichs V. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs vor. Grundlage für diesen Akt bildete der unter Druck zustande gekommene Vertrag von Ponte Mammolo, der in Rom unterzeichnet worden war.
1121 Der als Gegenpapst tätige Gregor VIII. geriet in Gefangenschaft und wurde Papst Calixt II. übergeben. Bis zu seinem Ableben verbrachte er seine restliche Zeit in Haft.
1147 Papst Eugen III. genehmigte durch die Bulle Divini dispensatione die Teilnahme an dem Wendenkreuzzug. Bernhard von Clairvaux hatte sich dafür eingesetzt, dass ein Kontingent der Kreuzfahrer aus dem Zweiten Kreuzzug die Möglichkeit erhielt, gegen die heidnischen Wenden zu kämpfen.
1164 Mit dem Ableben von Gegenpapst Viktor IV. wird Kardinal Guido von Crema auf Initiative des Kanzlers Rainald von Dassel in Lucca durch die kaiserliche Fraktion zum neuen Gegenpapst gegen Alexander III. bestimmt. Unter dem Namen Paschalis III. tritt er sein Amt an.
1167 Infolge der von Kaiser Friedrich Barbarossa verhängten Reichsacht über Salzburg, die er wegen der unrechtmäßigen Machtübernahme durch Erzbischof Konrad II. von Babenberg ohne vorherige Belehnung erlassen hatte, wurde die Stadt durch die dem Kaiser loyalen Grafen von Plain in Brand gesteckt.
1180 Beim Hoftag zu Gelnhausen führte Kaiser Friedrich I. die Aufteilung der Ländereien des geächteten Heinrich des Löwen durch. Der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg wurde mit dem Herzogtum Westfalen-Engern belehnt, während der östliche Landesteil an den Askanier Bernhard III. von Sachsen fiel.
1185 Die Minamoto-Samurai unter der Führung von Minamoto no Yoshitsune siegten in der Seeschlacht von Dan-no-ura, dem entscheidenden Gefecht des Gempei-Krieges, gegen die Taira-Streitmacht unter Kindkaiser Antoku in der Kammon-Straße und erlangten dadurch die Kontrolle über Japan.
1191 Papst Coelestin III. vollzog gegen seinen Widerstand in Rom die Kaiserkrönung von Heinrich VI. aus dem Hause der Staufer zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
1192 Konrad von Montferrat, der nur kurz vorher zur Herrschaft über Jerusalem ernannt worden war, fiel in Tyros einem Messerattentat durch zwei Attentäter zum Opfer.
1204 Nachdem Kaiser Alexios V. die Stadt verlassen hatte, gelang es christlichen Kreuzfahrern im Rahmen des Vierten Kreuzzugs, die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel unter ihre Kontrolle zu bringen. Bei der anschließenden Plünderung und Brandschatzung kamen etwa 2000 Bewohner ums Leben.
1205 Bei der militärischen Auseinandersetzung von Adrianopel erleidet das Lateinische Kaiserreich eine Niederlage gegen die Bulgaren unter dem Zaren Kalojan. Kaiser Balduin des Lateinischen Kaiserreichs gerät in Gefangenschaft, wird nach Tarnowo, dem bulgarischen Verwaltungszentrum, gebracht und dort im Balduin-Turm gefangen gehalten.
1207 Am Karfreitag vernichtete ein Feuer wesentliche Bereiche der Stadt Magdeburg. Dabei fielen sowohl der Magdeburger Dom, der auf die Bauzeit unter Kaiser Otto zurückgeht, als auch die Königspfalz den Flammen zum Opfer.
1212 Agnes von Assisi trat 16 Tage nach dem Gelübde ihrer Schwester Klara von Assisi in den Konvent San Damiano ein und lebte dort als Nonne unter der Ordensregel der Klarissen.
1213 Im November 1215 versammelte Papst Innozenz III. ein Konzil, das als Viertes Laterankonzil bekannt wurde.
1217 Peter von Courtenay erhielt in Rom durch Papst Honorius III. die Salbung zum Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs von Konstantinopel. Trotzdem konnte er seine kaiserliche Macht nie ausüben, da er während seiner Reise nach Konstantinopel in Gefangenschaft geriet und bis zu seinem Lebensende inhaftiert blieb.
1218 König Friedrich II. stellte in Frankfurt am Main eine Urkunde aus, die als Goldene Handfeste bekannt ist. Durch dieses Dokument wurden Bern Stadtrechte verliehen und der Stadt der Status einer Freien Reichsstadt gewährt. Obwohl die Urkunde selbst als Fälschung gilt, trägt sie ein echtes kaiserliches Siegel.
1220 Der Staufer-Kaiser Friedrich II. gewährte den geistlichen Fürsten durch die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis bedeutende königliche Befugnisse als Gegenleistung dafür, dass sein Sohn Heinrich zum römisch-deutschen König gewählt wurde.
1220 Am 28. April 1220 erfolgte die Grundsteinlegung für das Salisbury Cathedral.
1229 Der Albigenserkreuzzug findet durch den Vertrag von Paris seinen Abschluss. Graf Raimund VII. von Toulouse ist gezwungen, bedeutende Territorien abzutreten. Das Gebiet Okzitanien wird in das Königreich Frankreich eingegliedert.
1231 Durch die Bulle Parens scientiarum erließ Papst Gregor IX. neue Bestimmungen für die Pariser Universität Sorbonne, welche eine Erweiterung ihrer autonomen Verwaltungsstrukturen zur Folge hatten.
1241 Bei Liegnitz in Schlesien erringen die Truppen der Goldenen Horde einen entscheidenden Sieg über das vereinigte deutsch-polnische Ritterheer, das vom Piastenherzog Heinrich dem Frommen angeführt wird. Heinrich der Fromme kommt in dieser Schlacht ums Leben. Obwohl die Mongolen diesen Erfolg erringen, setzen sie ihren Vormarsch nach Europa nicht fort.
1241 Während des Mongolensturms in Europa unterlagen die Truppen des ungarischen Königs Béla IV. in der Schlacht bei Muhi der mongolischen Streitmacht unter dem Kommando von Batu Khan. Das ungarische Heer erlitt dabei fast vollständige Vernichtung, während Béla selbst dem Schlachtfeld entfliehen konnte.
1242 Am Peipussee kommt es zu einer Auseinandersetzung, bei der das russische Heer unter dem Kommando des Nowgoroder Fürsten Alexander Jaroslawitsch Newski gegen Truppen des Deutschen Ordens sowie des Schwertbrüderordens antritt. Die Niederlage der Ordensritter beendet deren Expansionsbestrebungen nach Osten.
1248 Der Erzbischof Konrad von Hochstaden billigte in Köln die Entscheidung, den romanischen Dom des Hildebold abzureißen.
1250 Bei Al-Mansura mussten sich die in Ägypten eingefallenen Kreuzfahrer des Sechsten Kreuzzugs den Armeen des Turan Schah ergeben. König Ludwig IX. von Frankreich wurde dabei gefangen genommen und kam erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder in Freiheit.
1251 Mechthild von Baden ging eine Eheschließung mit Ulrich I., dem Grafen von Württemberg, ein. Dieses Ereignis trug wesentlich zur räumlichen Expansion beider Territorien bei. Infolgedessen kam unter anderem die künftige Landeshauptstadt Stuttgart in den Besitz Württembergs.
1252 Der päpstliche Inquisitor Petrus von Verona, der in den Regionen Como und Mailand tätig war, fiel einem Mordanschlag zum Opfer, da er mit großer Strenge gegen die Katharer vorgegangen war.
1253 Der japanische Mönch Nichiren soll der Überlieferung nach als Erster das Mantra Namu Myōhō Renge Kyō gesprochen haben, womit er die Grundlagen für die Entstehung des Nichiren-Buddhismus schuf.
1254 Durch den Friedensvertrag von Ofen wurde eine Übereinkunft zwischen dem böhmischen Herrscher Ottokar II. Přemysl und seinem ungarischen Pendant Béla IV. erreicht, die zur Aufteilung der Herzogtümer Österreich und Steiermark führte.
1256 Papst Alexander IV. vereinigte in der päpstlichen Bulle Licet ecclesiae catholicae fünf Bettelorden zu dem Augustinerorden.
1271 Im Rahmen des Siebten Kreuzzugs räumen die Johanniter die Hauptfestung von Krak des Chevaliers gegen die Zusage eines freien Geleits. Sultan Baibars I., der die Burg seit Februar einer Belagerung unterzieht, übernimmt damit die Kontrolle über die Festung. Mit dieser Eroberung gewinnen die Mamluken ein bedeutendes Wahrzeichen der Kreuzfahrerbewegung, was für die ohnehin geschwächten Kreuzfahrerstaaten einen gravierenden Nachteil darstellt.
1276 Nach drei Brandkatastrophen, die sich nach dem 28. März und dem 16. April innerhalb von zwölf Monaten ereigneten, lag ungefähr zwei Drittel Wiens in Trümmern.
1285 Giacomo Savelli wird vier Tage nach dem Ableben von Martin IV. in Perugia zum Papst ernannt und wählt für sich selbst die Bezeichnung Honorius IV.
1296 Bei der Schlacht bei Dunbar, die als erster Gefecht der Schottischen Unabhängigkeitskriege gilt, gelang es den Streitkräften des englischen Monarchen Eduard, das schottische Heer unter der Führung von John Balliol nahezu vollständig zu zerschlagen.
1297 König Jakob II. von Aragón erhielt durch Papst Bonifatius VIII. die Belehnung mit den Inseln Sardinien und Korsika.
1303 Papst Bonifatius VIII. etablierte durch eine Bulle in Rom die Universität La Sapienza, die primär der Ausbildung von Geistlichen dienen sollte.
1305 Roger de Flor, das Oberhaupt der Katalanischen Kompanie, fällt zusammen mit seinen Gefährten einem Mordanschlag in Adrianopel zum Opfer. Diese Tötung führt zu einem Vergeltungskrieg der Söldnertruppe gegen das Byzantinische Reich.
1309 Die Grafen Otto, Hermann und Albert von Eberstein gewährten der Stadt Naugard Privilegien, die auf dem Lübischen Recht basierten.
1312 Friedrich der Freudige, Markgraf von Meißen, ratifizierte nach seiner Ergreifung durch Waldemar von Brandenburg die Vereinbarung von Tangermünde. Darin erklärte er sich bereit, eine Summe von 32.000 Mark Silber zu entrichten und die Mark Lausitz, das „Gebiet zwischen Elbe und Elster" sowie die Ortschaften Hayn und Torgau an den Brandenburger Markgrafen abzutreten. Darüber hinaus stellte er die Städte Leipzig, Oschatz, Grimma und Geithain als Pfand zur Verfügung.
1313 Papst Clemens V. setzte Adolf von der Mark als Fürstbischof von Lüttich ein.
1315 Im Jahr der Eröffnung durch König Robert the Bruce entstand in Ayr die erste parlamentarische Versammlung Schottlands.
1315 Enguerrand de Marigny, der ehemals als Kammerherr für den verstorbenen französischen König Philipp IV. tätig war, fällt auf Initiative von Karl von Valois verschiedenen Anschuldigungen zum Opfer, darunter auch der Vorwurf der Hexerei. Er wird daraufhin gehängt, wobei sein toter Körper zwei Jahre lang an der Galgensstätte verbleibt. Im Jahr 1317 erfolgt seine posthume Ehrenrettung.
1318 Im Verlauf der Schottischen Unabhängigkeitskriege gelang es den schottischen Truppen, die strategisch bedeutsame Stadt Berwick-upon-Tweed unter ihre Kontrolle zu bringen.
1320 Schottische Adlige unterzeichnen die Declaration of Arbroath, durch welche Schottland seine Unabhängigkeit von England proklamiert. Diese Urkunde wird daraufhin Papst Johannes XXII. nach Avignon gesandt, um dort um seine Unterstützung zu werben. Sie gilt als die erste offizielle Unabhängigkeitserklärung eines Staates.
1326 Der Sohn des Sultans Osman I., Orhan, nahm die in Kleinasien gelegene Stadt Bursa ein. Danach fungierte sie vorübergehend als Verwaltungssitz des Osmanischen Reiches.
1326 Der schottische König Robert the Bruce reaktiviert die bereits seit dem 12. Jahrhundert bestehende Auld Alliance mit Frankreich, nachdem mehrere schottische Schiffe trotz eines geltenden Waffenstillstands im Schottischen Unabhängigkeitskrieg von englischen Freibeutern geentert worden waren.
1327 In der Kirche von St. Claire in Avignon erblickte der italienische Dichter Francesco Petrarca nach eigenen Aussagen erstmals die verheiratete Frau Laura. Diese Begegnung war Anlass für ihn, in den darauffolgenden Jahren insgesamt 317 Sonette zu verfassen, die von seiner Zuneigung zu ihr inspiriert waren.
1328 Kaiser Ludwig der Bayer setzte in Rom den in Avignon ansässigen Papst Johannes XXII. ab. Diese Maßnahme war eine Reaktion auf die vom Papst am 27. Oktober 1327 vorgenommene Einstufung des Kaisers als Ketzer.
1330 Kaiser Ludwig IV. stiftete das Kloster Ettal am Festtag des heiligen Vitalis als Erfüllung eines feierlichen Gelübdes. Mit dieser Gründung verband sich zugleich das Vorhaben, die südwärts führende Verkehrsroute auszubauen und das umliegende Gebiet zu erschließen.
1336 Die Anfänge des touristischen Bergsteigens lassen sich auf einen Brief des Dichters Francesco Petrarca zurückführen, in dem dieser von seiner Ersteigung des in der Provence gelegenen Mont Ventoux berichtet.
1340 Im Jahr 1340 wird der Graf Gerhard III. von Holstein durch den Ritter Niels Ebbesen in Randers getötet. Diese Tötung schafft die Voraussetzungen dafür, dass Waldemar IV. Atterdag zum dänischen König gewählt werden kann und die Periode des Interregnums in Dänemark dadurch ihr Ende findet.
1343 In der Georgsnacht erhoben sich bäuerliche Bevölkerungsgruppen in der nördlichen estnischen Provinz Harju gegen die Herrschaft der dänischen und deutschen Oberschicht.
1346 Stefan Uroš IV. Dušan ließ sich zum „Kaiser Serbiens und des Römerreichs" krönen. Zuvor hatte er auf einem Konzil den Erzbischof von Peć in den Rang eines Patriarchen von Serbien erhoben, da er sich mit dem Patriarchen von Konstantinopel im Konflikt befand.
1348 König Karl IV. des Deutschen Reiches errichtete 1365 in Prag die Alma Mater Carolina, welche die erste Hochschule deutscher Sprache und gleichzeitig die erste Universität nördlich der Alpenregion darstellte.
1355 Im Jahr 1355 fand in Rom die Kaiserkrönung von Karl IV. zum römisch-deutschen Kaiser statt. Bei derselben Gelegenheit wurde auch seine Gemahlin Anna von Schweidnitz zur Kaiserin gekrönt.
1362 Während der Litauerkriege fällt Kaunas nach einer Belagerung in die Hände des Deutschen Ordens, der die Stadt anschließend zerstört.
1367 Während des Hundertjährigen Krieges kam es zur Schlacht von Nájera, in welcher König Heinrich II. von Kastilien eine Niederlage erlitt. Obwohl Heinrich II. mit seinem franko-kastilischen Heer numerisch überlegen war, unterlag er in dieser offenen Feldschlacht den englischen Streitkräften unter dem Kommando von Sir John Chandos.
1368 Peter Stromer initiierte seine Experimente zur systematischen Aufforstung im Nürnberger Reichswald, aus denen der weltweit erste künstlich angelegte Forst hervorging. Aufgrund dieser Leistung wird Stromer als Begründer der modernen Forstwirtschaft angesehen.
1370 Unter der Herrschaft von König Karl V. wurde in Paris der Grundstein für die Bastille gelegt, die als Komponente der Verteidigungsanlagen gegen englische Anschläge während des Hundertjährigen Krieges errichtet werden sollte.
1374 Papst Gregor XI. erließ durch die Bulle Salvator Humani Generis ein Verbot für 14 Artikel des Sachsenspiegels, die fortan als Articuli Reprobati bezeichnet wurden.
1378 Bartolomeo Prignano gelangt unter der Bezeichnung Urban VI. auf den Papstthron. Bei seiner Ernennung handelt es sich um den letzten Pontifex, der nicht als Kardinal tätig war. Kurze Zeit nach seinem Amtsantritt wird er zum Auslöser des Abendländischen Schismas.
1385 Ein Jahr nach dem Erlöschen des Hauses Burgund erfolgte durch die Cortes von Coimbra die Wahl von Johann I. zum portugiesischen König. Damit legte er den Grundstein für die Dynastie Avis.
1385 Die Doppelhochzeit von Cambrai war ein Ereignis, bei dem Johann Ohnefurcht die Eheschließung mit Margarete von Straubing-Holland vollzog, während gleichzeitig seine Schwester Margaretha Wilhelm II. heiratete. Zu diesem bedeutenden Fest waren mehr als 20.000 Gäste eingeladen, darunter auch der König von Frankreich, Karl VI. Die Festlichkeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von acht Tagen.
1388 In der Schlacht bei Näfels, die das Schlusskapitel des Sempacherkrieges bildete, gelang es den Glarner Bürgern, einen habsburgischen Angriff erfolgreich abzuwehren. Durch diesen militärischen Erfolg erlangte Glarus den Status eines vollwertigen Mitglieds innerhalb der Acht Alten Orte der Eidgenossenschaft.
1389 Nach ihren Siegen in den Auseinandersetzungen von Sempach, wo Herzog Leopold III. den Tod fand, sowie bei Näfels einigt sich die Alte Eidgenossenschaft mit den Habsburgern unter der Herrschaft von Albrecht III. auf einen zeitlich begrenzten Friedensvertrag, der den Sempacherkrieg beendet.
1401 Die Hanseflotte, die unter der Führung des Hamburgers Simon von Utrecht stand, gelang es, die Vitalienbrüder zur Konfrontation zu zwingen und sie in einem Seegefecht bei Helgoland zu schlagen. Der Anführer der Seeräuber, Klaus Störtebeker, wurde nach seinem Gefangennahme auf das Flaggschiff Bunte Kuh gebracht.
1403 Durch einen Friedensvertrag beendeten die italienischen Stadtstaaten Florenz und Siena ihren langjährigen Streit, zu dessen Eskalation auch Gian Galeazzo Visconti beigetragen hatte.
1407 König Ladislaus von Neapel vermählte sich mit Maria d'Enghien, der Fürstin von Tarent, in der St. Leonardokapelle des Castello Aragonese in Tarent. Zuvor hatte der König mehrfach vergeblich versucht, das Fürstentum Tarent durch militärische Mittel unter seine Kontrolle zu bringen. Durch die Eheschließung gelang es ihm schließlich, dieses Ziel auf friedlichem Wege zu verwirklichen.
1408 König Ruprecht I. hob durch den Konstanzer Schiedsspruch den Bund ob dem See auf, der während der Appenzellerkriege entstanden war. Diesem Schiedsspruch unterwarf sich Appenzell nach seiner Niederlage in der Schlacht bei Bregenz.
1414 In Kelheim entstand die Sittichgesellschaft als Zusammenschluss von Gegnern des Herzogs Ludwig des Gebarteten aus Bayern-Ingolstadt. Heinrich der Reiche von Bayern-Landshut, ein Vetter Ludwigs, fungierte als Gründer dieser Vereinigung. Zu den weiteren Mitgliedern zählten die Herzöge Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München sowie der Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt.
1415 Das Konzil von Konstanz verkündete in seinem Dekret Haec sancta die Überordnung des Konzils gegenüber dem Papst, nachdem der Gegenpapst Johannes XXIII., der das Konzil selbst einberufen hatte, dieses auflösen wollte. Das Konzil hatte ihn zusammen mit den übrigen Päpsten des Abendländischen Schisma für abgesetzt erklärt.
1415 Kaiser Manuel II. aus dem Byzantinischen Reich initiierte umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am historischen Hexamilion, an dem sich tausende Arbeitskräfte beteiligten. Das antike Bauwerk am Isthmus von Korinth diente dem Zweck, die Peloponnes gegen Angriffe von Norden her zu verteidigen.
1415 Der kampflose Einzug der Berner in Zofingen führte zu einer Schwächung der Habsburger Position gegenüber den Eidgenossen und legte den Grundstein für die Entstehung des Berner Aargau.
1415 Auf dem Konzil von Konstanz überträgt König Sigismund dem Hohenzollern Friedrich I. aus Nürnberg die vererbbare Stellung eines Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg.
1417 Friedrich VI., der zuvor die Position eines Burggrafen von Nürnberg innehatte, wird mit dem Kurfürstentum Brandenburg als Erbgut beliehen und erhält damit die Würde eines Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Unter dem Namen Markgraf Friedrich I. legt er den Grundstein für die brandenburgische Dynastie der Hohenzollern.
1418 Das Konzil von Konstanz, das auf Veranlassung des Gegenpapstes Johannes XXIII. und des Kaisers Sigismund zusammengerufen worden war, neigt sich seinem Ende zu. Während dieser Versammlung wurde Jan Hus hingerichtet und durch die Wahl von Martin V. das Abendländische Schisma aufgelöst.
1429 Durch den Preßburger Schiedsspruch ordnete der römisch-deutsche König Sigismund an, dass das Herzogtum Straubing-Holland unter den verbleibenden wittelsbachischen Herrschaften Bayern-München, Bayern-Landshut und Bayern-Ingolstadt aufgeteilt werden sollte.
1429 Während des Hundertjährigen Krieges gelang es Jeanne d'Arc zusammen mit Étienne de Vignolles und weiteren Kämpfern, die von den Engländern verhängte Belagerung der Stadt Orléans zu durchbrechen und mit Versorgungsgütern in die Stadt einzudringen.
1433 Der Haager Vertrag sieht vor, dass Jakobäa von Straubing-Holland die Grafschaften Hennegau, Holland, Seeland und Friesland an Philipp von Burgund abtreten muss. Dieser Schritt folgt auf die Entführung ihres Ehemannes Frank von Borsselen durch Philipp von Burgund, der nach Abschluss des Delfter Versöhnungsvertrages um den Erhalt seiner Besitztümer fürchtete.
1436 Unter der Anführung des ehemaligen Gouverneurs Jean de Villiers de L'Isle-Adam gelang es militärischen Einheiten während des Hundertjährigen Kriegs, in das von englischen Kräften kontrollierte Paris einzudringen und die feindlichen Besatzer aus der Stadt zu verdrängen.
1440 Christoph von Pfalz-Neumarkt wird in Viborg zum dänischen König gekrönt und nimmt unter dem Namen Christoph III. die Nachfolge seines abgesetzten Onkels Erik VII. an.
1449 Felix V., der 1439 als Gegenpapst bestellt wurde und zuvor als Herzog Amadeus VIII. von Savoyen herrschte, erklärte sich zum Rücktritt bereit, nachdem ihm umfangreiche Privilegien zugestanden worden waren. Als Gegenleistung erhielt er die Positionen des Kardinalbischofs von Sabina und Genf. Er wird als der letzte historisch belegte Gegenpapst betrachtet.
1450 In der Endphase des Hundertjährigen Kriegs errang Frankreich in der Schlacht von Formigny einen bedeutenden Sieg über englische Streitkräfte.
1453 Die Belagerung Konstantinopels beginnt mit dem Eintreffen der ersten Truppen des Heeres von Mehmed II. aus dem Osmanischen Reich. Dieses Belagerungsunternehmen wird seinen Abschluss mit der Eroberung der Stadt am 29. Mai finden.
1453 Sultan Mehmed II. führt die Hauptkräfte des osmanischen Heeres vor Konstantinopel zusammen. Die Stadt bleibt bis zu ihrer Eroberung am 29. Mai unter Belagerung.
1453 Die osmani­schen Streitkräfte umzingeln das christlich geprägte Konstantinopel vollständig und halten es bis zu dessen Untergang unter Belagerung. Nachdem Teile der Landmauer am vorherigen Tag bereits beschädigt wurden, stürzt ein Abschnitt unter dem Artilleriefeuer ein.
1454 Francesco I. Sforza und die Republik Venedig unterzeichnen in Lodi, einer Stadt in der Lombardei, einen Friedensvertrag. Im Zuge dieser Vereinbarung anerkennt Venedig Francesco als Herzog von Mailand an und wird dafür mit der Stadt Crema entschädigt. Der Adda fungiert daraufhin über längere Zeit hinweg als Grenzgewässer zwischen den beiden Territorialstaaten.
1455 Im Jahr 1455 erfolgte die Wahl von Alonso de Borja, einem Angehörigen des Hauses Borgia, zum Oberhaupt der katholischen Kirche. Unter dem Pontifikat nahm er die Bezeichnung Calixt III. an.
1457 v. Chr. Der Pharao Thutmosis III. der 18. Dynastie des Alten Ägypten gelang es, in der Schlacht von Megiddo den Herrscher von Kadesch zu besiegen und daraufhin die Belagerung der Stadt Megiddo einzuleiten.
1457 v. Chr. Die Schlacht bei Megiddo stellt sich als eine der am detailliertesten dokumentierten Kriegshandlungen des antiken Ägyptens dar.
1459 Kurfürst Friedrich II. sowie Herzog Wilhelm III. von Sachsen schließen in Eger mit dem böhmischen Monarchen Georg von Podiebrad eine Vereinbarung ab, die als Vertrag von Eger bekannt ist. Durch diesen Vertrag erfolgt die Festlegung der Staatsgrenze zwischen Sachsen und Böhmen. Der Großteil dieser Grenzziehung besteht bis in die Gegenwart fort und zählt somit zu den langlebigsten Staatsgrenzen des europäischen Kontinents.
1460 Papst Pius II. war der Gründer der Universität Basel, die mit dieser feierlichen Eröffnung ins Leben trat. Als älteste Hochschule auf Schweizer Boden markierte sie einen wichtigen Meilenstein in der Bildungsgeschichte des Landes.
1464 Im Verlauf der Rosenkriege errang das Haus York in der Schlacht von Hedgeley Moor einen Sieg gegen die Anhänger des Hauses Lancaster.
1471 Während der Rosenkriege gelingt es König Eduard IV. von England, Richard Neville, den 16. Earl of Warwick, der sich dem Haus Lancaster angeschlossen hatte, zu treffen, bevor er sich mit den Streitkräften von Margarete von Anjou vereinigen kann. In der Schlacht von Barnet erleidet Warwick eine Niederlage, in der auch „Warwick der Königsmacher" den Tod findet.
1474 Barbara Gonzaga, die als Tochter des Markgrafen Luigi III. aus dem Hause Gonzaga stammte, vermählte sich in Mantua mit dem württembergischen Grafen Eberhard V. und begab sich daraufhin zu ihrem Ehemann auf das Schloss Urach.
1478 Ein Mordanschlag während eines Religionsdienstes trifft die faktischen Machthaber Florenz', Lorenzo und Giuliano di Piero de' Medici. Die Attentäter sind Angehörige des Adels unter Führung von Francesco de' Pazzi und Girolamo Riario. Während Giuliano bei dem Überfall ums Leben kommt, gelingt es Lorenzo, sich der Pazzi-Verschwörung zu entziehen.
1479 v. Chr. Mit dem Ableben von Thutmosis II. aus der 18. Dynastie wird sein erst dreijähriger Nachkomme Thutmosis III. am 4. Pachon des ägyptischen Kalenders zum Herrscher des Alten Ägypten ernannt. Seine Tante und gleichzeitig Stiefmutter Hatschepsut tritt die Regentschaft für den jungen König an.
1483 Das Königreich Kastilien sicherte sich die Kontrolle über die Insel Gran Canaria, nachdem die Guanchen ihren letzten bewaffneten Widerstand gegen die spanischen Streitkräfte unter der Führung von Pedro de Vera und Alonso Fernández de Lugo aufgegeben hatten. Die ursprüngliche Bevölkerung wurde anschließend in die Sklaverei gezwungen.
1486 Maximilian I. erfährt in Aachen die Krönung zum römisch-deutschen König, während sein Vater Friedrich III. noch am Leben ist.
1487 Auf dem Nürnberger Reichstag erhielt der Humanist und Dichter Conrad Celtis von Kaiser Friedrich III. die Krönung zum „poeta laureatus" – eine Auszeichnung, die er als erster Deutscher erhielt.
1489 Hans Waldmann, der Bürgermeister von Zürich, wird nach einem beschleunigten Gerichtsverfahren hingerichtet. Sein Tod ist die Folge von Machenschaften sowie eines Aufstands der ländlichen Bevölkerung, ausgelöst dadurch, dass er streunerische Hunde von Bauern töten ließ.
1492 In dem befestigten Militärlager Santa Fe, das sich in dem kurz zuvor während der Reconquista eroberten Granada befand, gewährten die katholischen Monarchen Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón dem genuesischen Seefahrer Christoph Kolumbus durch die Kapitulation von Santa Fe die Genehmigung sowie finanzielle Mittel für seine geplante Expedition zur Entdeckung eines Seewegs nach Indien. Gleichzeitig ernannten sie Kolumbus zum Vizekönig und Generalgouverneur über alle Territorien, die er entdecken würde, und räumten ihm das Recht ein, ein Zehntel der in diesen Gebieten vorhandenen Schätze zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen.
1496 Die Weihe des neu errichteten Gotteshauses der Leipziger Thomaskirche wird durch Thilo von Trotha, den damaligen Bischof von Merseburg, vollzogen.
1499 Während des Schwabenkriegs erringen die Eidgenossen in der Schlacht bei Schwaderloh einen Sieg gegen die Streitkräfte des Schwäbischen Bundes.[1]
1499 Im Schwabenkrieg errang Heinrich Wohlleb mit seinen eidgenössischen Truppen in der Schlacht bei Frastanz einen Sieg gegen die kaiserlich-habsburgischen Streitkräfte sowie gegen die Verbände des Schwäbischen Bundes.
1500 Auf dem Reichstag zu Augsburg, den Maximilian ins Leben rief, erlangten die Reichsstände auf Betreiben des Mainzer Erzbischofs Berthold von Henneberg durch das sogenannte Reichsregiment eine offizielle Befugnis zur Mitregierung.
1500 Nachdem Ludwig XII. von Frankreich im Vorjahr während der Mailänderkriege die Stadt Mailand unter seine Kontrolle gebracht hatte, gelang es ihm, den aus Mailand geflüchteten Herzog Ludovico Sforza festzunehmen.
1500 Der portugiesische Navigator Pedro Álvares Cabral kam mit seiner Expeditionsflotte an der heutigen brasilianischen Küste an, wobei die Landung nördlich des modernen Porto Seguro stattfand. Es bleibt unklar, ob er der erste Europäer war, der dieses Gebiet betrat.
1506 Papst Julius II. legte in Rom den Grundstein für den prächtigen und finanziell aufwendigen Neubau der Peterskirche.
1506 In der Stadt Lissabon ereignete sich ein Blutbad gegen Juden, die unter Zwang zum christlichen Glauben konvertiert worden waren. Der Grund für dieses Massaker war der Vorwurf, dass einer dieser Zwangsbekehrten sich über ein angebliches Wunder lustig gemacht haben soll.
1506 Die Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) wird als erste Landesuniversität Brandenburgs mit insgesamt vier Fakultäten festlich inauguriert. Bereits während des ersten Betriebsjahres verzeichnet die Hochschule die Immatrikulation von mehr als 900 Studierenden, die aus deutschen Territorien sowie aus Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark stammen.
1507 Im Jahr 1507 gab der deutsche Kartograph Martin Waldseemüller in Sankt Didel eine Erdkarte heraus, auf welcher die neu entdeckten Territorien zum ersten Mal unter der Bezeichnung "Amerika" - benannt nach dem Entdecker Amerigo Vespucci - aufgeführt wurden.
1509 Heinrich VIII. aus dem Haus Tudor besteigt den englischen Thron nach dem Tode seines Vaters Heinrich VII. Seine Krönung findet am 24. Juni statt.
1509 Papst Julius II., welcher Teil der Liga von Cambrai war, belegte die Republik Venedig mit einem Interdikt. Dies sollte den anderen Mitgliedern der Liga die Gelegenheit geben, ihr Gebiet auf Lasten der Seerepublik zu vergrößern.
1512 Im Verlauf der Italienischen Kriege errang Gaston von Foix, Herzog von Nemours, einen Sieg für Frankreich in der Schlacht bei Ravenna gegen die Streitkräfte der Heiligen Liga unter dem Kommando von Ramón Folch de Cardona. Allerdings fiel er während dieses Gefechts.
1512 Der Dänisch-Hanseatische Krieg zwischen Dänemark und dem Wendischen Städtebund, angeführt von Lübeck, fand durch den Friede von Malmö sein Ende.
1513 Die spanische Krone nahm durch den Eroberer Juan Ponce de León Besitz von Florida.
1513 Der spanische Eroberer Juan Ponce de León führte eine Expeditionsfahrt durch die Küstengewässer Floridas durch. Während dieser Unternehmung identifizierte sein Steuermann Antón de Alaminos eine mächtige Ozeanströmung, die später unter der Bezeichnung Golfstrom bekannt werden sollte.
1514 Georg Tannstetter gab das Werk Viri Mathematici quos inclytum Viennense gymnasium ordine celebres habuit heraus. Diese Publikation stellt einen frühen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte dar und dokumentiert ausführlich die Astronomen und Mathematiker, die bis dahin an der Wiener Universität wirksam waren.
1516 In Ingolstadt verkündeten Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. von Bayern eine überarbeitete Landesordnung für Bayern. Diese Verordnung enthielt unter anderem Bestimmungen zu Bierpreisen und Bierzutaten, weshalb ein Abschnitt dieser Ordnung in der Folgezeit als „bayerisches Reinheitsgebot" bekannt wurde.
1518 Bona Sforza, die jüngste Tochter von Gian Galeazzo Sforza, dem Herzog von Mailand, vermählte sich in Krakau mit dem polnischen König Sigismund. Am selben Tag erfolgte ihre Krönung zur Königin von Polen.
1518 Bei der Heidelberger Disputation, einem gelehrten Disput an der Universität Heidelberg, präsentiert Martin Luther seine Theologia crucis. Unter den Zuhörern befinden sich spätere Reformatoren wie Martin Bucer, Erhard Schnepf, Franciscus Irenicus, Martin Frecht und Johannes Brenz, die von Luthers Thesen begeistert sind.
1519 Der spanische Eroberer Hernán Cortés kam an der mexikanischen Küste bei San Juan de Ulúa an, in der Nähe des heutigen Veracruz, und startete von dort seine Kampagne zur Unterwerfung Mexikos und des Aztekenreiches.
1520 Der Habsburger Karl I. sah sich in Spanien mit einem Aufstand konfrontiert, der von Juan de Padilla angeführt wurde und in der Residenzstadt Toledo seinen Ausgang nahm. Die Bewegung der Comuneros richtete sich gegen die Herrschaft Karls I. und verfolgte das Ziel, Johanna, die Mutter des Königs, auf den spanischen Thron zu erheben.
1521 Auf seiner Fahrt um die Erde kam Ferdinand Magellan zur Insel Cebu, die im südlichen Teil der Philippinen gelegen ist.
1521 Martin Luther kommt in Worms an. Dank der Vermittlung des Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen wird ihm die Gelegenheit gewährt, in den beiden darauffolgenden Tagen seine Thesen vor dem Reichstag zu Worms erneut darzulegen und zu rechtfertigen.
1521 Unter der Leitung Kaiser Karls V. wurde Martin Luther, der unter garantierter Reisefreiheit zum Reichstag nach Worms gekommen war, erstmalig zu seinen Thesen befragt.
1521 Martin Luther musste sich auf dem Reichstag zu Worms erneut einem Verhör unterziehen, bei dem er, wie bereits am vorherigen Tag, eine Zurücknahme seiner 95 Thesen kategorisch ablehnte.
1521 Etwa zwölf Monate nach dem Ausbruch des Comuneros-Aufstands in Spanien erleiden die Aufständischen unter der Führung von Juan de Padilla in der Schlacht von Villalar eine vernichtende Niederlage gegen die Armeen des Habsburgers Karl I./V. Die Anführer, die die Schlacht überlebten, werden bereits am darauffolgenden Tag hingerichtet.
1521 Nach ihrer Niederlage gegen die königlichen Streitkräfte unter Karl in der Schlacht von Villalar wurden Juan de Padilla sowie weitere Führer der spanischen Comuneros-Bewegung einen Tag später hingerichtet.
1521 Während eines Gefechts gegen die einheimischen Kämpfer unter Anführer Lapu-Lapu kommt der portugiesische Seefahrer und Entdecker Ferdinand Magellan auf der philippinischen Insel Mactan ums Leben. Magellan hatte unter spanischer Flagge gesegelt. Nach Magellans Tod übernimmt Juan Sebastián Elcano die Kommandogewalt über die Erdumsegelung.
1522 Am 27. April 1529 kam es bei Bicocca in Norditalien zu einem militärischen Zusammenstoß zwischen den Streitkräften Kaiser Karls V. und dem von französischem König Franz I. entsendeten Heer. Die zahlenmäßig unterlegene spanisch-habsburgische Armee verfügte über technisch überlegene Waffen wie Arkebusen und Artillerie, die sich als ausschlaggebend für den Sieg erwiesen. Nach diesem Waffenerfolg fiel das Herzogtum Mailand unter die Kontrolle des Kaisers.
1525 Im Verlauf des Bauernkriegs machte sich eine Abteilung des Schwarzen Haufens unter der Führung von Florian Geyer, das sogenannte Evangelische Heer, vom Odenwald aus auf den Weg. Ziel des Marsches der aufständischen Bauern war das Kloster Schöntal, wo sich bedeutende Nahrungsbestände befanden.
1525 Im Rahmen des Deutschen Bauernkriegs kam es bei Leipheim zu einer entscheidenden militärischen Auseinandersetzung. Der Leipheimer Haufen, eine Bauernaufständischenbewegung, die sich gegen Ulm gerichtet hatte, wurde dort von einem Landsknechtsaufgebot des Schwäbischen Bundes vernichtend geschlagen. Die Befehlsgewalt über die Söldnertruppen lag in den Händen von Georg von Waldburg-Zeil.
1525 Albrecht von Brandenburg-Ansbach, der Hochmeister des Deutschen Ordens, verwandelt die Ordensgebiete in weltliche Territorien und schwört seinem Onkel, dem polnischen König Sigismund, einen Treueeid. König Sigismund gewährt ihm daraufhin das Territorium als Herzogtum Preußen in Form einer Lehen. Die Säkularisation wird vom Heiligen Römischen Reich nicht anerkannt, weshalb dieses im darauffolgenden Jahr Walther von Cronberg zum neuen Hochmeister ernennt.
1525 Im Verlauf des Deutschen Bauernkrieges wird der Hofadeliger Ludwig von Helfenstein von aufständischen Bauernverbänden unter der Führung von Jäcklein Rohrbach und der Schwarzen Hofmännin zum Tode verurteilt und hingerichtet, obwohl der gemäßigte Anführer Wendel Hipler sich diesem Vorhaben widersetzt. Die Tötung findet außerhalb von Weinsberg statt. Das Ereignis, das als „Weinsberger Bluttat" bekannt wird, veranlasst Martin Luther zur Verfassung seiner polemischen Schrift Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren.
1525 Während des Deutschen Bauernkriegs entwickelte sich Großbottwar zu einem wichtigen Brennpunkt der Aufständischenbewegung. Die Einwohner aus Stadt und umliegenden Gebieten bestimmten den Gastwirt und Ratsmitglied Matern Feuerbacher auf dem Wunnenstein als ihren Anführer.
1525 Der Kommandant des Schwäbischen Bundes, Georg von Waldburg-Zeil, unterzeichnet im Verlauf des Deutschen Bauernkrieges mit einer Gruppe der rebellierenden Bauern das Abkommen von Weingarten. Dieses Abkommen führt zu nur begrenzte Zugeständnisse zugunsten der Bauern, ermöglicht dem Bund jedoch die erforderliche Verschnaufpause, um den Aufstand abschließend zu unterdrücken.
1525 Ein Bauernaufstand, der seinen Ursprung in Nußdorf bei Landau in der Pfalz hatte, entwickelte sich im Verlauf zu dem Pfälzischen Bauernkrieg, der zwei Monate andauerte und einen Teil des Deutschen Bauernkrieges darstellte.
1526 Babur, der von Dschingis Khan und Timur abstammte, besiegte in der Ersten Schlacht bei Panipat den Delirer Sultan Ibrahim Lodi. Der Fall Lodis in diesem Gefecht markierte das Ende der Lodi-Dynastie und legte den Grundstein für Baburs Gründung des Mogulreiches in Nordindien.
1528 Im Anschluss an eine theologische Debatte zwischen Reformatoren und katholischen Vertretern beschließt der Hamburger Stadtrat, sich der Reformation anzuschließen. Die von Johannes Bugenhagen erarbeitete Hamburger Kirchenordnung wird bereits im Mai wirksam.
Array
(
    [^z/([0-9]{1,2})-([a-zA-Z]+)-([0-9]{1,4})/?$] => index.php?zt_tag=$matches[1]&zt_monat=$matches[2]&zt_jahr=$matches[3]
    [^z/([0-9]{1,2})-([a-zA-Z]+)/?$] => index.php?zt_tag=$matches[1]&zt_monat=$matches[2]
    [^z/([0-9]{1,4})/?$] => index.php?zt_jahr=$matches[1]
    [zt_type/([^/]+)/feed/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_type=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_type/([^/]+)/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_type=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_type/([^/]+)/embed/?$] => index.php?zt_type=$matches[1]&embed=true
    [zt_type/([^/]+)/page/?([0-9]{1,})/?$] => index.php?zt_type=$matches[1]&paged=$matches[2]
    [zt_type/([^/]+)/?$] => index.php?zt_type=$matches[1]
    [zt_topic/([^/]+)/feed/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_topic=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_topic/([^/]+)/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_topic=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_topic/([^/]+)/embed/?$] => index.php?zt_topic=$matches[1]&embed=true
    [zt_topic/([^/]+)/page/?([0-9]{1,})/?$] => index.php?zt_topic=$matches[1]&paged=$matches[2]
    [zt_topic/([^/]+)/?$] => index.php?zt_topic=$matches[1]
    [zt_country/([^/]+)/feed/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_country=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_country/([^/]+)/(feed|rdf|rss|rss2|atom)/?$] => index.php?zt_country=$matches[1]&feed=$matches[2]
    [zt_country/([^/]+)/embed/?$] => index.php?zt_country=$matches[1]&embed=true
    [zt_country/([^/]+)/page/?([0-9]{1,})/?$] => index.php?zt_country=$matches[1]&paged=$matches[2]
    [zt_country/([^/]+)/?$] => index.php?zt_country=$matches[1]
)