Das Jahr 1525

Historische Ereignisse, Geburten und Todesfälle im Jahresverlauf.

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Highlights

01. April Im Verlauf des Bauernkriegs machte sich eine Abteilung des Schwarzen Haufens unter der Führung von Florian Geyer, das sogenannte Evangelische Heer, vom Odenwald aus auf den Weg. Ziel des Marsches der aufständischen Bauern war das Kloster Schöntal, wo sich bedeutende Nahrungsbestände befanden.
04. April Im Rahmen des Deutschen Bauernkriegs kam es bei Leipheim zu einer entscheidenden militärischen Auseinandersetzung. Der Leipheimer Haufen, eine Bauernaufständischenbewegung, die sich gegen Ulm gerichtet hatte, wurde dort von einem Landsknechtsaufgebot des Schwäbischen Bundes vernichtend geschlagen. Die Befehlsgewalt über die Söldnertruppen lag in den Händen von Georg von Waldburg-Zeil.
08. April Albrecht von Brandenburg-Ansbach, der Hochmeister des Deutschen Ordens, verwandelt die Ordensgebiete in weltliche Territorien und schwört seinem Onkel, dem polnischen König Sigismund, einen Treueeid. König Sigismund gewährt ihm daraufhin das Territorium als Herzogtum Preußen in Form einer Lehen. Die Säkularisation wird vom Heiligen Römischen Reich nicht anerkannt, weshalb dieses im darauffolgenden Jahr Walther von Cronberg zum neuen Hochmeister ernennt.
16. April Im Verlauf des Deutschen Bauernkrieges wird der Hofadeliger Ludwig von Helfenstein von aufständischen Bauernverbänden unter der Führung von Jäcklein Rohrbach und der Schwarzen Hofmännin zum Tode verurteilt und hingerichtet, obwohl der gemäßigte Anführer Wendel Hipler sich diesem Vorhaben widersetzt. Die Tötung findet außerhalb von Weinsberg statt. Das Ereignis, das als „Weinsberger Bluttat" bekannt wird, veranlasst Martin Luther zur Verfassung seiner polemischen Schrift Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren.
16. April Während des Deutschen Bauernkriegs entwickelte sich Großbottwar zu einem wichtigen Brennpunkt der Aufständischenbewegung. Die Einwohner aus Stadt und umliegenden Gebieten bestimmten den Gastwirt und Ratsmitglied Matern Feuerbacher auf dem Wunnenstein als ihren Anführer.
17. April Der Kommandant des Schwäbischen Bundes, Georg von Waldburg-Zeil, unterzeichnet im Verlauf des Deutschen Bauernkrieges mit einer Gruppe der rebellierenden Bauern das Abkommen von Weingarten. Dieses Abkommen führt zu nur begrenzte Zugeständnisse zugunsten der Bauern, ermöglicht dem Bund jedoch die erforderliche Verschnaufpause, um den Aufstand abschließend zu unterdrücken.
23. April Ein Bauernaufstand, der seinen Ursprung in Nußdorf bei Landau in der Pfalz hatte, entwickelte sich im Verlauf zu dem Pfälzischen Bauernkrieg, der zwei Monate andauerte und einen Teil des Deutschen Bauernkrieges darstellte.

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02. Januar Die Memminger Disputation fand im Kontext der Memminger Reformation statt und unterschied sich von anderen Disputationen dadurch, dass sie mit einer Verständigung zwischen den Beteiligten endete.
21. Januar Bei den Auseinandersetzungen zur Zürcher Reformation, an denen Huldrych Zwingli sowie Konrad Grebel und Felix Manz beteiligt waren, ergriff der Zürcher Stadtrat Partei für Zwingli. Daraufhin erließ er eine Verordnung, wonach Neugeborene spätestens acht Tage nach ihrer Geburt durch ihre Eltern getauft werden müssen. Gleichzeitig untersagte er Grebel und Manz sowohl die Durchführung von Gläubigentaufen als auch die Unterrichtstätigkeit in ihren Bibelschulen. Im Verlauf derselben Nacht gründeten die beiden die erste Gemeinde der Täufer. Der ehemals katholische Geistliche Jörg Blaurock war die erste Person, die in dieser Gemeinde getauft wurde.
16. Februar 25 Dörfer im Einflussgebiet Memmingens erhoben sich aufgrund ihrer schwierigen wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Lage. Sie richteten Forderungen an die Reichsstadt und den Schwäbischen Bund mit dem Ziel, ihre Verhältnisse zu verbessern. Diese Ansprüche formulierten die Bauern in Form der Zwölf Artikel, die sie kurz später präsentierten. Im Verlauf des Deutschen Bauernkriegs wurden diese Artikel durch Druckerzeugnisse weit in der Bevölkerung verbreitet und gelten als bedeutende frühe Beispiele für die Artikulation von Menschenrechten und Freiheitsrechten weltweit.
24. Februar Die Schlacht bei Pavia endete mit einem Sieg der Armeen König Karls V., des Herrschers des Römisch-Deutschen Reiches. Unter der Kommandoführung Georg von Frundsbergs gelang es den kaiserlichen Streitkräften, den französischen Monarchen Franz I. in ihre Gefangenschaft zu bringen.
28. Februar Der spanische Eroberer Hernán Cortés ordnete die Exekution des letzten Azteken-Herrschers Cuauhtémoc an, der über Tenochtitlan herrschte. Die Hinrichtung erfolgte unter dem Vorwurf des Hochverrats.
06. März Während des Deutschen Bauernkrieges kommen in der freien Reichsstadt Memmingen, die der Sache der Bauern wohlwollend gegenüberstand, Abgesandte von drei Bauernverbänden zusammen, um ihre Strategien im Umgang mit dem Schwäbischen Bund zu erörtern. Am darauffolgenden Tag etablieren sie nach dem Vorbild der Schweiz die Oberschwäbische Eidgenossenschaft, angetrieben von dem Ziel, als gleichgestellte Gesprächspartner wahrgenommen zu werden.
17. März In der thüringischen Stadt Mühlhausen entstand der sogenannte Ewige Rat, in welchem sich die Anführer der Bauernaufständischen Thomas Müntzer und Heinrich Pfeiffer während des Bauernkrieges organisierten.
20. März Während des Deutschen Bauernkrieges einigten sich Repräsentanten von drei oberchwäbischen Bauernverbänden in der ihnen wohlgesinnten freien Reichsstadt Memmingen auf die Zwölf Artikel als ihr politisches Programm sowie auf die Bundesordnung als Grundgesetz der Oberschwäbischen Eidgenossenschaft. Diese Dokumente werden als die weltweit ersten verschriftlichten Menschenrechte anerkannt und markieren gleichzeitig Deutschlands erste verfassungsgebende Versammlung.
05. Mai Martin Luther, der den Anliegen der Bauern während des Bauernkriegs zunächst wohlwollend gegenübergestanden hatte, wandte sich nach dem Blutbad von Weinsberg in seiner Schrift "Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren" von den rebellierenden Bauern ab, die sich gleichzeitig auf ihn beriefen.
06. Mai Während des Bauernkriegs unternahmen der Schwarze Haufen unter Florian Geyers Führung und das Fränkische Heer einen Angriff auf Würzburg. Bei diesem Angriff gelang es ihnen jedoch nicht, die von ihrer Besatzung verteidigte Festung Marienberg einzunehmen.
07. Mai Während des Deutschen Bauernkriegs gelingt es Aufständischen unter dem Kommando von Götz von Berlichingen, Würzburg zu erobern, während die Festung Marienberg gegen die Angriffe der Landbevölkerung standhält.
12. Mai In der Schlacht bei Böblingen während des Deutschen Bauernkriegs erlitten die württembergischen Bauern eine vernichtende Niederlage gegen die Söldnertruppen des Schwäbischen Bundes, angeführt von Georg von Waldburg-Zeil.
15. Mai Thomas Müntzer, evangelischer Theologe und bedeutende Führungsperson während des Deutschen Bauernkrieges, gerät nach dem Gefecht bei Frankenhausen in Gefangenschaft. Dieses Treffen endet mit einer totalen Niederlage der von ihm angeführten Bauernverbände. Am 27. Mai wird Müntzer in Mühlhausen hingerichtet.
23. Mai Im Verlauf des Deutschen Bauernkriegs gelang es einem von Hans Müller angeführten Bauernheer, Freiburg im Breisgau zu erobern. In der Stadt wurde der Stadtrat unter Druck gesetzt und zur Mitgliedschaft in der "christlichen Vereinigung" der Bauern gezwungen.
27. Mai Thomas Müntzer, einer der Anführer der Bauernbewegung im Deutschen Bauernkrieg, wird in Mühlhausen in Thüringen hingerichtet, zwölf Tage nachdem er in der Schlacht bei Frankenhausen eine militärische Niederlage erlitt.
02. Juni Im Bauernkrieg erlitt die Bauernschaft aus den Regionen des Neckartals und des Odenwaldes eine Niederlage gegen die Streitkräfte des Schwäbischen Bundes, die von Georg Truchseß von Waldburg-Zeil kommandiert wurden. Diese Niederlage ereignete sich bei Königshofen.
04. Juni In der Schlacht bei Sulzdorf während des Bauernkrieges vernichteten die Landsknechte unter dem Kommando des Truchsesses von Waldburg den „Hellen Lichten Haufen" der fränkischen Bauernschaft. Der Schwarze Haufen unter Florian Geyers straffer Führung gelang es hingegen, der Zerschlagung zu entgehen.
13. Juni Johannes Bugenhagen vollzieht die Trauung zwischen dem Reformator Martin Luther und der früheren Ordensschwester Katharina von Bora. Die Hochzeitsfestlichkeiten werden erst vierzehn Tage darauf abgehalten.
25. Juni Nachdem die Bauern in der Schlacht bei Pfeddersheim im Rahmen des Pfälzischen Bauernkriegs bereits am Vortag ihre Niederlage eingestanden hatten, erhielten die außerpfälzischen Bauern den Befehl, waffenlos die Reichsstadt Pfeddersheim zu räumen. Dieser Anweisung nachzukommen beschlossen etwa 3.000 Personen. Allerdings war diese Maßnahme an die Bedingung geknüpft, nicht zu desertieren. Da dennoch Fluchtbewegungen stattfanden, führten die Soldaten des Kurfürsten Ludwig V. ein Massaker unter den aufständischen Bauern durch, bei dem 800 von ihnen ums Leben kamen.
19. Juli Im Norden Deutschlands gründeten katholische Territorialfürsten den Dessauer Bund, um mit Entschlossenheit gegen Aufstände vorzugehen und die Ausbreitung von Martin Luthers Lehren zu unterbinden.
24. Juli Im Auftrag von Karl V. startet der spanische Seefahrer García Jofre de Loaísa von A Coruña mit einer Flotte von sieben Schiffen zu einer zweiten europäischen Weltumsegelung auf. Als oberster Steuermann fungiert Juan Sebastián Elcano. Der Kapitän Andrés de Urdaneta gehört zu den wenigen Überlebenden dieser unglücklichen, neun Jahre andauernden Reisexpedition.