April 23

Das Jahr 1555

Historische Ereignisse, Geburten und Todesfälle im Jahresverlauf.

📅 April 1555 — Klick für Kalender

⭐ Highlights — 23. April

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04. Februar Der protestantische Theologe John Rogers wurde auf Smithfield, dem Hinrichtungsplatz von London, als verurteilter Ketzer durch das Feuer hingerichtet.
05. Februar König Ferdinand I. inauguriert den Augsburger Reichstag, dessen Hauptanliegen darin besteht, eine politische Regelung für die Konflikte zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen zu finden. Nach intensiven Verhandlungsrunden wird im September der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden verkündet.
09. Februar Unter der Herrschaft von Maria I. wurde der protestantische Bischof von Gloucester, John Hooper, Opfer der Rückführung zum Katholizismus und endete sein Leben in den Flammen des Scheiterhaufens.
09. April Marcello Cervini bestieg 1555 den päpstlichen Thron und nahm den Namen Marcellus II. an. Er stellte den letzten Papst dar, der seinen ursprünglichen Namen beibehielt, anstatt einen neuen anzunehmen. Sein Pontifikat währte nur kurz: Am 1. Mai verstarb er bereits nach 22 Tagen in seinem Amt, wobei die Todesursache vermutlich in einer Nierenerkrankung lag.
17. April Nachdem florentinisch-kaiserliche Streitkräfte 15 Monate lang Siena belagert hatten, musste die von Frankreich gestützte Stadt aufgrund von Lebensmittelmangel kapitulieren. Damit besiegelte Cosimo I. de' Medici aus Florenz praktisch das Ende der rivalisierenden Stadtrepublik Siena. In der Folge wurden Stadt und Territorium in sein Großherzogtum Toskana aufgenommen.
04. Mai Die Erstausgabe von Les Propheties de M. Michel Nostradamus, welche die anfänglichen 353 Verse der Weissagungen des Nostradamus enthält, wird veröffentlicht.
23. Mai Am 1. Mai starb Marcellus II., woraufhin der 79 Jahre alte Gian Pietro Carafa zu seinem Nachfolger als Papst ernannt wurde. Er wählte für sein Pontifikat den Namen Paul IV.
29. Mai Der Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und dem Safawiden-Reich, welcher sich von 1532 bis 1555 erstreckte, fand durch den Friede von Amasya seine Beendigung. Diese Friedensvereinbarung garantierte den beiden Mächten für die nächsten zwei Jahrzehnte ein friedliches Nebeneinander.
14. Juli Die päpstliche Bulle Cum nimis absurdum führt zur Errichtung eines Ghettos für die jüdische Bevölkerung in Rom. Diese Maßnahme wird damit begründet, dass sie gegen die wahrgenommene soziale Überlegenheit von Juden gegenüber Christen gerichtet sein soll. Als Reaktion auf diese Verordnung verlassen zahlreiche Juden daraufhin den Kirchenstaat und begeben sich in die Flucht.
14. Juli Papst Paul IV., der kurz zuvor sein Amt angetreten hatte, verkündete in der Päpstlichen Bulle Cum nimis absurdum, dass Juden aufgrund ihrer Verantwortung für den Tod Christi von Gott zur immerwährenden Sklaverei verurteilt seien.