April 23

Das Jahr 1921

Historische Ereignisse, Geburten und TodesfÀlle im Jahresverlauf.

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⭐ Highlights — 23. April

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01. April Die französische Flugpilotin Adrienne Bolland absolviert als erste Frau einen Soloflug ĂŒber das Andengebirge. Sie ĂŒberquert die Strecke von Mendoza in Argentinien bis nach Santiago de Chile in einer Caudron G-III in einer Flugzeit von 4 Stunden und 17 Minuten.
15. April Die Berliner UrauffĂŒhrung der Operette Der Vetter aus Dingsda findet statt, ein Werk des Komponisten Eduard KĂŒnneke, das sich als sein erfolgreichstes StĂŒck erweisen sollte. Verfasst wurde das Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven.
24. April Beim Bozner Blutsonntag kam es zu einem Angriff von 400 Faschisten auf einen Aufzug des SĂŒdtiroler Gewerkschaftsbundes. Bei diesem Überfall verlor ein Lehrer sein Leben, und 45 weitere Personen zogen sich schwere Verletzungen zu.
28. April Der Weltmeistertitel im Schach wechselte 1921 den Besitzer, als sich der seit 1894 amtierende Champion Emanuel Lasker aus Deutschland dem kubanischen Herausforderer JosĂ© RaĂșl Capablanca in Havanna geschlagen geben musste. Nach vier Verlustpartien und zehn remis endeten Spielen entschied sich Lasker zur Aufgabe.
01. Januar Das von der Naval Aircraft Factory nach Curtiss-Konstruktionsvorgaben gefertigte US-Marineflugzeug NC-5 absolvierte mit fĂŒnf Personen an Bord eine Flugstrecke von 702 Meilen (1129,5 km) in der Rekordzeit von 9 Stunden 15 Minuten und erreichte damit eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 123,44 km/h.
02. Januar Das spanische Dampfschiff Santa Isabel sank in der galicischen RĂ­a de Arousa. Bei diesem UnglĂŒck verloren 213 Menschen ihr Leben, wĂ€hrend 56 Personen gerettet wurden.
17. Januar Der britische Illusionist P. T. Selbit prÀsentierte in London erstmals die Zauberillusion der zersÀgten Jungfrau.
19. Januar Der Fußballclub Sporting Braga aus Portugal wird gegrĂŒndet.
21. Januar Im Theater San Marco in Livorno entsteht die Kommunistische Partei Italiens als Folge einer Abspaltung der revolutionĂ€ren Bewegung vom Partito Socialista Italiano. Die ParteifĂŒhrung ĂŒbernimmt Amadeo Bordiga, wĂ€hrend Antonio Gramsci und Umberto Terracini in das Zentralkomitee aufgenommen werden.
21. Januar Der Film "The Kid" mit Charlie Chaplin feierte in New York City seine UrauffĂŒhrung.
25. Januar Das Burgenland wird durch ein Bundesverfassungsgesetz in die Republik Österreich aufgenommen, das gleichzeitig dessen Status als unabhĂ€ngiges und gleichgestelltes Bundesland festlegt und seine provisorische Organisationsstruktur regelt.
30. Januar Die Schweizer Bevölkerung stimmt einer Volksinitiative zu, die vorsieht, dass StaatsvertrĂ€ge zwingend einem Referendum unterworfen werden mĂŒssen.
18. Februar Am Wallner-Theater in Berlin kam die Operette "Die TanzgrĂ€fin" von Robert Stolz zu ihrer ErstauffĂŒhrung.
21. Februar Der Putsch vom 21. Februar 1921 wurde von dem Journalisten Seyyed Zia al Din Tabatabai und Reza Khan, der als Kommandeur einer Einheit der Persischen Kosakenbrigade tĂ€tig war, zusammen mit den Offizieren Masoud Keyhan und Ahmad Amir-Ahmadi durchgefĂŒhrt. Durch diesen Staatsstreich gelang es ihnen, den iranischen Premierminister Fathollah Akbar Sepahdar zu entmachten.
24. Februar Die Patronny-MunitionswerkstÀtten in Kronstadt werden zum Schauplatz anfÀnglicher Arbeiterproteste, die den Beginn des KronstÀdter Matrosenaufstands markieren. Dieser Aufstand richtet sich gegen die sowjetrussische Regierung und erstreckt sich bis zum 18. MÀrz.
24. Februar WĂ€hrend AufrĂ€umungsarbeiten auf einem HĂŒgel in JĂŒtland entdeckt der Landwirt Peder Platz einen Baumsarg. Nach Analysen durch dĂ€nische Forscher befand sich darin das MĂ€dchen von Egtved, welches wĂ€hrend der Nordischen Bronzezeit (1800–530 v. Chr.) beigesetzt worden war.
25. Februar Die Hauptstadt Georgiens, Tiflis, wurde von der Roten Armee eingenommen. Durch die Ausrufung der Georgischen SSR kam die kurze Periode der georgischen EigenstÀndigkeit zu ihrem Ende.
27. Februar Friedrich Adler ergriff die Initiative zur GrĂŒndung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Parteien (IASP), die 1921 in Wien entstand. Dies geschah zwei Jahre nach der Entstehung der Dritten Internationalen in Moskau und verfolgte das Ziel, die zersplitterte internationale Arbeiterbewegung erneut zusammenzufĂŒhren.
08. MĂ€rz Die Zweite Internationale Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau beschloss, den Weltfrauentag verbindlich auf den 8. MĂ€rz festzulegen.
08. MĂ€rz Im Zuge der Sicherung von Reparationsverpflichtungen aus dem Ersten Weltkrieg marschierten französische StreitkrĂ€fte in die StĂ€dte Duisburg und DĂŒsseldorf ein und besetzten diese als Sicherheit fĂŒr die Zahlung der KriegsentschĂ€digungen.
08. MÀrz Katalanische Anarchisten töten den spanischen Regierungschef Eduardo Dato, als dieser das ParlamentsgebÀude verlÀsst.
13. MÀrz Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg ergreift in der Mongolei die Alleinherrschaft, wobei der Bogd Khan formal als Staatsoberhaupt fungiert. Mit dieser Konstellation wird die Mongolei zur unabhÀngigen Monarchie erklÀrt. Die darauffolgende Phase seiner Herrschaft dauert sechs Monate und ist geprÀgt durch diktatorische Strukturen.
18. MĂ€rz Der Aufstand der Matrosen von Kronstadt gegen das Sowjetregime in der NĂ€he von Petrograd, welcher seinen Anfang am 24. Februar nahm, wird mit Gewalt endgĂŒltig unterdrĂŒckt. In den GefĂ€ngnisanlagen von Kronstadt finden Massenhinrichtungen statt.
18. MĂ€rz Der Konflikt zwischen Polen und der Sowjetunion wurde durch den Friedensvertrag von Riga beendet. Infolgedessen kam es zu einer bedeutenden Territorialerweiterung Polens, wohingegen die Sowjetunion die Zusicherung eines ungehinderten Handelsverkehrs mit Litauen erhielt.
19. MĂ€rz In Mansfeld, Hettstedt und Eisleben kommen preußische PolizeikrĂ€fte zum Einsatz, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Dies fĂŒhrt dazu, dass die Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands ihren bereits vorgesehenen Aufstand zeitlich vorverlegt. Daraufhin beginnen die MĂ€rzkĂ€mpfe in Mitteldeutschland.
20. MĂ€rz Im Rahmen der durch den Versailler Vertrag vorgesehenen Abstimmung entschieden sich die Bewohner Oberschlesiens mit einer Wahlbeteiligung von 98 % mehrheitlich fĂŒr die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich (59,6 %), wĂ€hrend 40,4 % sich fĂŒr Polen aussprachen. Dieses Abstimmungsergebnis fĂŒhrte dazu, dass am 2. Mai der dritte polnische Aufstand in Oberschlesien gegen Deutschland begann.
24. MĂ€rz Auf Grundlage von Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung erklĂ€rte der deutsche ReichsprĂ€sident Friedrich Ebert wĂ€hrend der MĂ€rzkĂ€mpfe in der preußischen Provinz Sachsen und im Bezirk Groß-Hamburg den Ausnahmezustand.
02. Mai Nachdem das Plebiszit vom 20. MĂ€rz eine Mehrheit der oberschlesischen Bevölkerung fĂŒr die Fortsetzung der Zugehörigkeit zu Deutschland gebracht hatte, kam es unter der Leitung von Graf Mathias von Brudzewo-Mielzynski zum Ausbruch des dritten Aufstands in Oberschlesien.
03. Mai Der Government of Ireland Act aus dem Jahr 1920 wird wirksam und fĂŒhrt zur Aufteilung Irlands in die beiden Territorien Nordirland sowie „SĂŒdirland", welches sich spĂ€ter zur Republik Irland entwickelt.
05. Mai Die GrĂŒnderin des französischen Modehauses Coco Chanel stellte am 5. Mai das Duftwasser Chanel NÂș 5 vor, das zu den Pionierwerken der synthetischen ParfĂŒmherstellung zĂ€hlte.
08. Mai Bei einer chaotischen politischen Zusammenkunft in Sankt Lorenzen im MĂŒrztal in der Steiermark werden mehrere Politiker, darunter der Landeshauptmann Anton Rintelen, durch die Fenster des Gasthauses hinausgeworfen.
11. Mai Das Londoner Ultimatum der SiegermĂ€chte, das mit der Androhung einer Besetzung des Ruhrgebiets verbunden war, fĂŒhrte zum Sturz des Kabinetts Fehrenbach und wurde von der darauffolgenden deutschen Regierung unter Reichskanzler Joseph Wirth akzeptiert. Auf der Londoner Konferenz einigten sich die Alliierten trotz heftigem Widerstand Deutschlands darauf, die deutschen Reparationen auf 132 Milliarden Goldmark festzusetzen.
19. Mai Der Emergency Quota Act, ein Regelwerk zur Begrenzung des massiven Zuzugs von Einwanderern in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, wurde in den Vereinigten Staaten in Kraft gesetzt.
21. Mai Der "Selbstschutz Oberschlesien" gelang es wÀhrend des dritten oberschlesischen Aufstands, den von polnischen FreischÀrlern gehaltenen Annaberg zu erobern.
24. Mai Die DurchfĂŒhrung eigenstĂ€ndiger Parlamentswahlen fĂŒr die Northern Ireland Assembly sowie das Parliament of Southern Ireland trugen zur Verfestigung der Teilung Irlands in einen nördlichen und sĂŒdlichen Teil bei.
29. Mai In einer Abstimmung, an der die Bevölkerung von Salzburg teilnahm, sprachen sich 99,5 % der WĂ€hler fĂŒr einen Beitritt zum Deutschen Reich aus. Dennoch zog dieses Abstimmungsergebnis keine praktischen Konsequenzen nach sich.
31. Mai Bis zu 300 Todesopfer unter der schwarzen Bevölkerung Tulsas in Oklahoma waren die Folge eines Massakers.
04. Juni An der Staatsoper in Stuttgart wurde die UrauffĂŒhrung von Paul Hindemiths Oper "Mörder, Hoffnung der Frauen" aufgefĂŒhrt.
08. Juni Der Luftschiff-Zeppelin LZ 121 Nordstern fĂŒhrte seinen ersten Flug durch.
12. Juni Giovanni Brunero errang den Sieg beim Giro d'Italia.
19. Juni Die Hohe Warte, welche zu jenem Zeitpunkt das fĂŒhrende und technisch fortschrittlichste Fußballstadion auf dem europĂ€ischen Kontinent darstellte, wurde in Wien ihrer Bestimmung ĂŒbergeben.
24. Juni Der Völkerbund legte in der Angelegenheit der Åland-Inseln fest, dass diese Teil Finnlands bleiben sollten, knĂŒpfte diese Entscheidung jedoch an mehrere Bedingungen zum Schutz der schwedisch sprechenden Einwohner.
28. Juni Die Vidovdanverfassung wird als erste Grundordnung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen in Kraft gesetzt.
29. Juni Papst Benedikt XV. wĂŒrdigte anlĂ€sslich des 700. Jahrestages des Todes des Heiligen Dominikus dessen Relevanz fĂŒr die kirchliche Geschichte in seiner Enzyklika Fausto appetente die.
01. Juli Nach Informationen der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erfolgte die GrĂŒndung der Kommunistischen Partei Chinas in Shanghai. Dokumentarische Nachweise ĂŒber den tatsĂ€chlichen GrĂŒndungsparteitag liegen jedoch nicht vor.
03. Juli Der Luftschiff-Typ LZ 120 Bodensee wird gemĂ€ĂŸ der Anforderungen der Alliierten als KriegsentschĂ€digung an Italien abgetreten.
03. Juli Das Internationale Stadionfest (ISTAF) erlebte in Berlin seine ErstauffĂŒhrung.
05. Juli Der Waffenstillstand, der den dritten Aufstand in Oberschlesien beendete, kam unter dem Druck der Alliierten zustande.
11. Juli Mit russischer UnterstĂŒtzung proklamiert die Äußere Mongolei ihre Loslösung von der chinesischen Kontrolle. Die Innere Mongolei verbleibt hingegen unter chinesischer Hoheit.
11. Juli Der Konflikt um die irische UnabhÀngigkeit kam durch einen Waffenstillstand zu seinem Ende.
14. Juli In Massachusetts fÀllt gegen die beiden Angeklagten Ferdinando Sacco und Bartholomeo Vanzetti, denen Raub und Mord vorgeworfen werden, ein Schuldspruch. Sechs Jahre nach dieser Verurteilung wird gegen beide die Höchststrafe verhÀngt.
22. Juli In der Schlacht von Annual mussten spanische StreitkrĂ€fte eine schwere Niederlage gegen die Rifkabylen unter der FĂŒhrung von Abd al-Karim hinnehmen.
25. Juli Im Verlauf des Jahres 1921 einigten sich Belgien und Luxemburg auf einen Vertrag zur Errichtung einer gemeinsamen Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion. Diese Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion sollte ab 1922 ihre praktische Geltung entfalten.
27. Juli Die kanadischen Wissenschaftler Frederick Banting und Charles Best fĂŒhrten erfolgreich die Gewinnung von Insulin durch, welches sie zunĂ€chst als Isletin bezeichneten. Parallel dazu sicherte sich Nicolae Paulescu aus RumĂ€nien in demselben Jahr die Patentrechte fĂŒr sein Verfahren zur Herstellung dieses Hormons. Paulescu hatte bereits 1916 die Möglichkeit entdeckt, Insulin aus dem Gewebe der BauchspeicheldrĂŒse zu isolieren.