Das Jahr 1949

Historische Ereignisse, Geburten und Todesfälle im Jahresverlauf.

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Highlights

03. April Jordanien unterzeichnet nach dem Palästinakrieg als dritter Staat - nach dem Königreich Ägypten und dem Libanon - ein Waffenstillstandsabkommen mit Israel. Ein Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten wird erst am 25. Juli 1994 geschlossen.
03. April Der argentinische Fahrer Juan Manuel Fangio erregt erstmals durch seinen Triumph beim Sanremo Grand Prix Aufmerksamkeit, als er sein erstes Autorennen auf dem europäischen Kontinent bestreitet.
04. April Die Gründung der NATO erfolgte durch die Unterzeichnung des Nordatlantikvertrags in Washington, D.C. Dabei traten die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Italien, Portugal, Dänemark, Norwegen und Island als Gründungsmitglieder bei.
10. April Die drei westlichen Alliierten einigten sich in Washington auf ein Besatzungsstatut für Deutschland und leiteten dieses dem Parlamentarischen Rat in Deutschland weiter. Die damit einhergehenden Vorbehaltsrechte der Alliierten blieben bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gültig.
15. April In der Enzyklika Redemptoris nostri cruciatus setzte sich Papst Pius XII. für eine internationale Verwaltung Jerusalems gemäß dem UN-Teilungsplan ein. Darüber hinaus forderte er die Gewährung eines Rückkehrrechts für Flüchtlinge sowie den Schutz der religiösen Heiligtümer und heiligen Orte in Palästina.
16. April Die West-Alliierten transportierten im Zuge der Berliner Luftbrücke nach West-Berlin an einem einzelnen Tag eine Rekordmenge von 12.849 Tonnen Versorgungsmaterial in die von der Blockade betroffene Stadt.
17. April Frère Roger Schutz war der Gründer der ökumenischen Communauté de Taizé. Die Gemeinschaft wurde durch die sieben Mitglieder Max Thurian, Pierre Souvairan, Frère Daniel, Frère Robert, Axel Lochen und Albert Lacour sowie Schutz selbst ins Leben gerufen, die als erste Brüder ihre Ordensgelübde ablegten.
18. April Am 18. April 1949 wird der Republic of Ireland Act wirksam. Durch diese Gesetzgebung verlässt Irland den Commonwealth of Nations und erhält den Status einer Republik. Das Amt des ersten Präsidenten bekleidet Seán Ó Ceallaigh, der bereits 1945 in sein Amt eingeführt worden war.
18. April Das Kriegsschiff United States, das erste Schiff der Klasse der sogenannten „Supercarrier", erhält im Dock der Newport News Shipbuilding and Drydock Company seinen Kiel. Die Streichung des Vorhabens am 23. April löst einen Aufstand von Flottenoffizieren gegen die Militärpolitik der amerikanischen Regierung aus.
20. April Gabriele Bitterlich initiierte in Tirol die Gründung des Engelwerks.

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01. Januar Großbritannien überträgt die Kontrolle der österreichisch-italienischen Grenze an Österreich zurück.
01. Januar Der bewaffnete Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Region Kaschmir wird durch einen von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand beendet. Die Gebietsaufteilung sieht vor, dass Kaschmir zwischen dem indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir einerseits und den von Pakistan verwalteten Regionen Gilgit-Baltistan (das zwischen 1970 und 2009 als „Nordgebiete" bezeichnet wurde) sowie Asad Kaschmir andererseits aufgeteilt wird.
11. Januar Die östlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen ehemals deutschen Territorien wurden der polnischen Verwaltung unterstellt.
11. Januar Das Berliner Ensemble stellte sich der Öffentlichkeit zum ersten Mal vor, als es im Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Bertolt Brecht das Stück Mutter Courage und ihre Kinder aufführte.
25. Januar Im Jahr 1949 etablierten die Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien, die Tschechoslowakei und Ungarn die Wirtschaftsgemeinschaft Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), die im westlichen Sprachgebrauch als COMECON (Council for Mutual Economic Assistance) bekannt ist. Diese Organisation entstand als sozialistisches Pendant zu den westlichen Institutionen Marshallplan und OEEC.
25. Januar Der Bayerische Rundfunk entstand durch die Übernahme von Radio München, das bis dahin von der amerikanischen Militärverwaltung betrieben worden war, durch deutsche Verantwortliche.
30. Januar In der Stadt Stuttgart erfolgte die Gründung der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), die sich als eine Einzelgewerkschaft mit großer Mitgliederzahl etablierte und dem im gleichen Jahr gegründeten DGB angehörte.
04. Februar Auf dem Areal der Universität Teheran findet ein Attentat statt, bei dem Schah Mohammad Reza Pahlavi leichte Verletzungen erleidet. Der Täter Nasser Fakhr Araϊ wird durch Sicherheitspersonal erschossen. Der Schah macht sich das Attentat später zunutze, um die Tudeh-Partei zu untersagen sowie eine zweite Parlamentskammer zu errichten, wodurch er seine eigene politische Macht ausbauen kann.
08. Februar Kardinal József Mindszenty, der katholische Primas Ungarns, wird in einem Schauprozess unter der Anklage der Spionage zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. In demselben Verfahren erhält Paul Esterházy neben weiteren Angeklagten eine mehrjährige Gefängnisstrafe.
10. Februar Das Schauspiel "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller erlebt seine Erstaufführung an der New Yorker Broadway-Bühne. Die Inszenierung stammt von Elia Kazan, der Lee J. Cobb für die zentrale Rolle engagiert.
10. Februar Joe Fulks stellte am 2. Februar 1949 für die Philadelphia Warriors im Spiel gegen die Indiana Jets mit einer Punkteausbeute von 63 Zählern einen neuen Höchstwert in der NBA auf.
14. Februar Die erste israelische Volksvertretung versammelte sich am 15. Schevat 5709 im jüdischen Kalender zu ihrer Gründungssitzung. Einen Tag später beschloss dieses Gremium, sich Knesset zu nennen.
18. Februar Richard Schuh, ein 28 Jahre alter Raubmörder, wird in Tübingen durch das Fallbeil hingerichtet. Diese Hinrichtung stellt die letzte dar, die von einem westdeutschen Gericht verhängt wurde. Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes im Mai desselben Jahres wird die Todesstrafe abgeschafft.
24. Februar Das Königreich Ägypten unterzeichnet als erster früherer Gegner Israels nach dem Palästinakrieg ein Waffenstillstandsabkommen mit dem jüdischen Staat. In den darauffolgenden Monaten werden ähnliche Vereinbarungen mit dem Libanon, Jordanien und Syrien geschlossen. Ein offizieller Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten wird erst am 26. März 1979 abgeschlossen.
26. Februar Die Lucky Lady II hebt von der Carswell Air Force Base in der Nähe von Fort Worth, Texas ab, um den ersten gelungenen Nonstopflug rund um den Globus durchzuführen.
02. März Die Boeing B-50A Lucky Lady II landete nach einer nonstop Erdumrundung auf der Carswell Air Force Base in Fort Worth, Texas, nachdem sie 94 Stunden in der Luft gewesen war. Unter der Führung von Pilot James G. Gallagher und seiner Besatzung absolvierte das Flugzeug diese historische Route mit mehreren Betankungen während des Fluges.
08. März Frankreich gewährte der antikommunistischen Regierung unter Bảo Đại die Anerkennung als unabhängiger Staat Vietnams.
09. März In der Stadt Göttingen wird der Deutsche Forschungsrat gegründet, welcher als Vorgängerorganisation der Deutschen Forschungsgemeinschaft fungierte.
10. März Der Unternehmer Engelbert Brenter aus Österreich ließ sich einen selbst konstruierten Skibob unter Musterschutz eintragen.
14. März Das Amtsblatt der Deutschen Bundespost kündigte die Errichtung des Posttechnischen Zentralamts im hessischen Darmstadt an. Diese neu geschaffene Institution nahm großen Einfluss auf die Gestaltung des deutschen Postwesens und trug später wesentlich zur Etablierung des Postleitzahlensystems bei.
20. März Die drei westlichen Sektoren Berlins führen die Deutsche Mark als einziges offizielles Zahlungsmittel ein. Dadurch beenden die westlichen Besatzungsmächte die seit der Währungsreform bestehende gleichzeitige Verwendung der Ostmark.
23. März Im Anschluss an das Königreich Ägypten unterzeichnet auch der Libanon mit Israel eine Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten im Palästinakrieg.
26. März Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung entsteht in München. Sie verfolgt das Ziel, praxisorientierte Forschung zu betreiben, die unmittelbar Unternehmen zugute kommt und gleichzeitig der Gesellschaft Vorteile bringt.
31. März Infolge einer im Vorjahr durchgeführten Volksbefragung tritt das zuvor unabhängige Dominion Neufundland als zehntes Bundesland der kanadischen Konföderation bei und erhält dabei die Bezeichnung Neufundland und Labrador.
23. April Der Regisseur Veit Harlan, der das antisemitische Propagandawerk Jud Süß inszeniert hatte, wird in Hamburg in einem beachtlichen Verfahren freigesprochen.
23. April Lediglich fünf Tage nach dem Stapellauf der United States beendete Verteidigungsminister Louis A. Johnson die Konstruktion des ersten sogenannten „Supercarriers". Dies hatte zur Folge, dass sich der bereits anhaltende „Aufstand der Admirale" verschärfte, da die Marineoffiziere die Militärpolitik der US-Regierung für bevorteilend gegenüber der US Air Force hielten.
23. April Infolge von niederländischen Expansionsbestrebungen in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs erfolgten in den an der Grenze gelegenen Regionen Selfkant und Elten sowie im Landkreis Grafschaft Bentheim begrenzte territoriale Veränderungen.
28. April Großbritannien, Frankreich, die Vereinigten Staaten sowie die Beneluxstaaten unterzeichnen das Ruhrstatut, ein völkerrechtliches Abkommen, das die Gründung einer internationalen Ruhrbehörde vorsieht. Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Produktion von Kohle, Koks und Stahl im Deutschland der Nachkriegszeit einer Kontrolle zu unterwerfen.
01. Mai Die Autonome Region Innere Mongolei entstand in den abschließenden Phasen des Chinesischen Bürgerkriegs durch die Gründung der Kommunisten, die sich dabei an sowjetischen Modellen der Minderheitenverwaltung orientierten. Ulanhu übernahm die Rolle des ersten Regierungschefs, während die Gründungsstadt die Bezeichnung „Ulanhot" erhielt, was „Rote Stadt" bedeutet.
01. Mai Der niederländische Sternenkundler Gerard Peter Kuiper machte die Entdeckung des Neptun-Begleiters Nereid.
04. Mai In New York setzen Philip Jessup als Vertreter der Vereinigten Staaten und Jakow Alexandrowitsch Malik als sowjetischer Delegierter ihre Unterschriften unter das Jessup-Malik-Abkommen. Das Abkommen regelt, dass die Sowjetunion die Blockade von Berlin beendet, während die Westmächte im Gegenzug ihre Wirtschaftssanktionen gegen Ostdeutschland aufheben.
04. Mai Bei dichtem Nebel prallt ein Luftfahrzeug gegen eine Stützmauer unterhalb der Basilika von Superga auf dem gleichnamigen Berg neben Turin. Der Flugunfall von Superga fordert das Leben aller an Bord befindlichen Spieler des AC Turin, mehrerer Clubfunktionäre, begleitender Journalisten sowie der kompletten Flugbesatzung. Nur drei Spieler der Grande Torino bleiben am Leben, da sie nicht an der Fahrt nach Lissabon hätten teilnehmen können.
05. Mai Am Londoner Zehnmächtepakt, der zur Gründung des Eurorates führte, setzten Delegierte aus 10 europäischen Ländern ihre Unterschriften. Dieser Pakt schuf eine Institution, die den Mitgliedsländern als Plattform für Diskussionen zu gesamteuropäischen Themen dient. Ab dem Jahr 1964 wird dieses Ereignis alljährlich durch den Europatag gewürdigt.
07. Mai Die Uraufführung von Hans Werner Henzes Schauspieleroper Das Wundertheater findet im Heidelberger Stadttheater statt. Für das Libretto zeichnet Adolf Friedrich von Schack verantwortlich, der sich dabei auf eine Vorlage von Miguel de Cervantes stützt.
08. Mai Im Jahre 1949, vier Jahre nachdem die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft getreten war, fand in Berlin die Einweihung des Treptower Ehrenmals statt, das den gefallenen Soldaten der Roten Armee aus dem Zweiten Weltkrieg gewidmet ist.
08. Mai Der Parlamentarische Rat verabschiedete das Deutsche Grundgesetz nach achten Monaten intensiver Diskussionen mit einer Mehrheit, wobei CSU und KPD dagegen stimmten. Das Grundgesetz erhielt zunächst nur in der Westzone Gültigkeit.
08. Mai Nachdem Costa Rica dem Interamerikanischen Vertrag über gegenseitigen Beistand (TIAR) beigetreten war, veranlasste Präsident José Figueres Ferrer durch eine Verfassungsänderung die Auflösung der Streitkräfte. Die dadurch eingesparten Mittel wurden zur Entwicklung von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen verwendet. Die Aufgaben der Grenzsicherung wurden fortan von der Polizei wahrgenommen.
09. Mai Nach dem Ableben von Louis II., seinem Großvater, übernahm Fürst Rainier III. die Herrschaft über das Fürstentum Monaco. Dies war möglich, da seine Mutter Charlotte von Monaco zuvor zugunsten ihres Sohnes auf ihre Thronfolgerechte verzichtet hatte.
10. Mai Der Parlamentarische Rat sprach sich mit einem knappen Abstimmungsergebnis von 33 Stimmen gegen 29 Stimmen dafür aus, Bonn als vorläufige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland zu bestimmen.
11. Mai König Bhumibol Adulyadej führte die endgültige Namensänderung Siams zu Thailand durch. Das Land war bereits am 24. Juni 1939 erstmals umbenannt worden, kehrte jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend zu seiner früheren Bezeichnung zurück.
11. Mai Im Jahr seiner Gründung entstand in Frankfurt am Main die Landwirtschaftliche Rentenbank, eine Förderbank in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, die sich der Unterstützung der Landwirtschaft sowie der Entwicklung ländlicher Regionen widmet.
12. Mai Auf der Grundlage des Jessup-Malik-Abkommens, das am 4. Mai unterzeichnet wurde, hob die Sowjetunion die elfteilige Blockade Berlins auf.
12. Mai Die drei Militärgouverneure der westlichen Besatzungszonen geben offiziell das Besatzungsstatut bekannt, welches zum 21. September in Geltung tritt. Dieses Dokument gewährt der werdenden Bundesrepublik Deutschland eine eingeschränkte Souveränität.
14. Mai Marjorie Child Husted erhielt vom amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman den Woman's Press Club Award. Die Unternehmerin, die durch ihre Werbegestalt Betty Crocker bekannt war, hatte sich auch an den Kriegsanstrengungen der Vereinigten Staaten beteiligt.
20. Mai Der Bayerische Landtag ist das einzige Landesparlament, das nach einer nächtlichen Sitzung die Zustimmung zum von dem Parlamentarischen Rat entworfenen Grundgesetz verweigert. Sollten jedoch zwei Drittel der Bundesländer ihre Zustimmung erteilen – was tatsächlich eintritt –, so wird das Grundgesetz gleichzeitig auch für den Freistaat Bayern für gültig erklärt.
23. Mai Der in Westdeutschland tätige Parlamentarische Rat gibt das Grundgesetz bekannt. Mit dieser Maßnahme entsteht die Bundesrepublik Deutschland. Zunächst findet das Grundgesetz Anwendung ausschließlich in der Westzone, die unter dem Namen Trizone bekannt ist, wobei das Saarland hiervon ausgenommen bleibt.
24. Mai Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland trat in Westdeutschland in Kraft, nachdem es am vorherigen Tag verkündet worden war. Es galt für die als Trizone bezeichnete Westzone, kam jedoch im damals existierenden Protektorat Saarland nicht zur Anwendung.
29. Mai Die britische Besatzungsmacht ordnete die Verhaftung des KPD-Vorsitzenden Max Reimann in Paderborn an.
30. Mai Mit nur einer Gegenstimme verabschiedet der Dritte Deutsche Volkskongress die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik. Der Verfassungsentwurf war zuvor vom Deutschen Volksrat einstimmig genehmigt und an die Delegierten weitergeleitet worden. Die Verfassung wird am 7. Oktober gültig.
01. Juni Der ehemals unter fürstlicher Herrschaft stehende indische Staat Bhopal erhält den Status eines Bundesstaates innerhalb Indiens.
08. Juni Der dystopische Roman "1984" von George Orwell wird in London veröffentlicht.
13. Juni Der Roman 1984 von George Orwell erhält in den USA die Auszeichnung als Buch des Jahres. Orwell, der als Kriegskorrespondent für den Observer tätig war, präsentiert in seinem Werk 1984 die Vision einer totalitär organisierten Welt.
14. Juni Im Verlauf des Indochinakonflikt setzt Frankreich Bảo Đại, welcher 1945 seine Position als Kaiser von Vietnam aufgegeben hatte, als rivalisierender Staatsoberhaupt in Saigon (Südvietnam) ein.
25. Juni Die Oper "Das verzauberte Ich" von Ottmar Gerster wurde erstmals in Wuppertal aufgeführt.
10. Juli Der Deutsche Fußball-Bund entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch eine Neugründung in Stuttgart.
13. Juli Papst Pius XII. kündigte die Exkommunikation für Katholiken an, die sich einer kommunistischen Partei anschlossen, kommunistische Publikationen verlegten, konsumierten oder erstellten.
14. Juli Am 1. Mai erhielt ein Feiertag in Österreich den Status eines Staatsfeiertags.
15. Juli Die Ortschaft Prüm in der Eifel erlebte eine verheerende Explosionskatastrophe, bei der weite Teile der Oberstadt in Trümmer gelegt wurden. Das Unglück forderte zwölf Todesopfer und hinterließ 15 Verletzte. Darüber hinaus verloren 965 Einwohner durch das Ereignis ihre Unterkunft und wurden dadurch obdachlos.
18. Juli Der erste Film wird der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) zur Überprüfung hinsichtlich des Jugendschutzes eingereicht.
19. Juli Am 22. Oktober 1953 unterzeichneten Frankreich und Laos ein Abkommen, das dem südostasiatischen Land den Status eines autonomen Staates innerhalb der Französischen Union zuerkannte.
20. Juli Mit Syrien einigt sich der letzte noch kämpfende Gegner im Palästinakrieg auf ein Waffenstillstandsabkommen mit Israel.
25. Juli Thomas Mann erhält die Auszeichnung des Goethepreises, welcher von der Stadt Frankfurt am Main verliehen wird.
27. Juli Das Erstflugzeug der De Havilland DH.106 Comet, dem weltweit ersten mit Düsentriebwerken ausgestatteten Verkehrsflugzeug, führt seinen Jungfernflug durch.
03. August Die National Basketball Association (NBA) bildete sich in den USA durch den Zusammenschluss zweier Basketball-Organisationen: der finanziell angeschlagenen National Basketball League (NBL) und der wohlhabenderen Basketball Association of America.
05. August Ein Erdbeben mit einer Magnitude von 6,8 erschütterte die Stadt Ambato in Ecuador und führte zur Zerstörung von 50 Siedlungen sowie zum Tod von 6000 Menschen.
08. August Bhutan, das zwar schon ab 1910 formal eigenständig ist, aber dessen auswärtige Angelegenheiten weiterhin durch Großbritannien verwaltet werden, unterzeichnet mit Indien einen Vertrag über Freundschaft. Gemäß diesem Abkommen wird Indien künftig für die außenpolitischen Belange Bhutans verantwortlich sein.
09. August Die Salzburger Festspiele präsentieren in der Felsenreitschule die Erstaufführung von Carl Orffs musikalischer Komposition der sophokleischen Tragödie Antigonae, wobei Friedrich Hölderlins deutsche Übersetzung verwendet wird.
12. August Am Ende einer diplomatischen Konferenz in Genf unterzeichnen 18 Staaten eine Änderung der Genfer Konventionen. Geprägt durch die Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs einigen sich die Länder auf vier Vereinbarungen, von denen das Abkommen zum Schutz der Zivilbevölkerung während kriegerischer Auseinandersetzungen die bedeutendste Neuerung bildet.
14. August Die CDU/CSU errang bei der Wahl zum ersten Deutschen Bundestag die meisten Sitze und wurde dadurch zur stärksten Fraktion.
17. August Werner Otto gründet in Hamburg das Unternehmen Otto-Versand.
18. August Am 1. September nimmt die in Goslar gegründete Deutsche Presseagentur (dpa) ihre Arbeit auf.
18. August Im Jahr 1949 entsteht die Adidas AG, ein Produzent von Sportausrüstung aus Deutschland, in der Stadt Herzogenaurach.
20. August Die ungarischen Kommunisten strukturierten das Land gemäß einer Verfassung um, die sich am sowjetischen Modell orientierte, und verwandelten es damit in eine Volksrepublik.
21. August Sieben Tage nach der ersten Bundestagswahl treffen sich einflussreiche Vertreter von CDU und CSU zu einem informellen, richtungsweisenden Gespräch in Konrad Adenauers Wohnhaus in Rhöndorf zusammen.
28. August Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung entsteht durch ihre Gründung in der Frankfurter Paulskirche.
29. August Die Sowjetunion führt auf ihrem Kernwaffenerprobungsplatz Semipalatinsk den ersten erfolgreichen Test einer selbst entwickelten Atomwaffe durch.
29. August Auf dem Kernwaffenerprobungsgelände Semipalatinsk führte die Sowjetunion die Zündung ihrer ersten Atomwaffe durch.